Definition Optionsscheine

Aus der Finanzwelt hört man immer wieder Begriffe, die einem zwar geläufig sind, deren Bedeutung man jedoch nicht kennt. Optionsscheine beispielsweise. Eine Einsteigerfrage lautet: Was sind Optionsscheine eigentlich? Begriffe wie Optionen oder Optionsscheine werden beispielsweise gerne verwechselt. Diese beiden Finanzprodukte klingen zwar ähnlich, dennoch sind sie grundverschieden. Anders als Optionen sind Optionsscheine keine standardisierten Terminkontrakte und sie gehören rechtlich zu den Wertpapieren, deshalb werden sie wie Aktien auch an den üblichen Wertpapierbörsen gehandelt.

Erklärung: Was sind Optionsscheine?

Optionsscheine kann man wie Aktien auf der Börse vom Herausgeber, dem sogenannten Emittenten kaufen. Heute sind das zumeist „Naked Warrance“, die eine Bank oder ein Wertpapierhändler herausgibt. Mit dieser Art eines Optionsscheins hat man das Recht, innerhalb einer bestimmten Zeit einen Basiswert zu einem festen Preis zu erwerben, also eine Option auszuüben. Solch ein Basiswert kann der Wert einer Aktie, eines Indizes (z.B DAX oder Nikkei), einer Währung, eines Edelmetalls, eines Rohstoffes oder Zinsinstrumentes sein. Bei „Naked Warrance“ muss der Emittent des Optionsscheines nicht zugleich auch der Emittent des Basiswertes sein.

Geld verdienen mit Optionsscheinen

Nun stellt sich natürlich auch die Frage, wie man mit Optionsscheinen Geld verdienen kann? Ein Optionsschein begründet praktisch das Recht, an einem bestimmten Tag oder während einer Zeitspanne zu einem bestimmten Kurs zu handeln. Man kauft beispielsweise einen Optionsschein mit einer Laufzeit von 6 Monaten und zu einem festen Preis und Basiswert von 10 Euro. Steigt der Basiswert, hat man den Vorteil diesen billiger kaufen zu können. Das kann man zwar, muss man aber nicht. Wenn man ihn kauft, zahlt man nur den festgesetzten Preis und kann durch einen Verkauf des Basiswertes einen Gewinn machen. Das machen aber nur wenige Anleger. In der Regel lohnt es sich eher, den Optionsschein selbst mit Gewinn zu verkaufen, doch Vorsicht – Optionsscheine besitzen oft auch einen Hebel und laufen also auf ein Vielfaches des Basiswertes!

Somit würde sich der Gewinn entsprechend vervielfachen. Fällt aber der Börsenpreis des Basiswertes, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Durch den hebel vervielfachen sich nämlich nicht nur die Gewinne, sondern auch die Verluste! Will man den Optionsschein wieder verkaufen, hängt sein Wert jedoch nicht nur von der Differenz vom Basiswert, sondern auch von weiteren Faktoren ab, unter anderem davon, wie lange der Optionsschein noch gültig ist und welche Wertsteigerungen dann noch zu erwarten sind. Fallen dieser festgelegte Kurs und der tatsächliche Stand der Aktie oder des Index kurz vor Ende dieser Frist weit auseinander, so kann und wird der Wert eines Optionsscheines gegen null gehen. Es gilt zu beachten, dass beim Handel mit Optionsscheinen ein erhöhtes Risiko besteht und dass Banken verpflichtet sind, darauf hinzuweisen.

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