Anleitung: Vliestapete tapezieren

Vliestapeten sind schon eine geniale Erfindung. Sie sehen toll aus, lassen sich kinderleicht anbringen und sorgen darüber hinaus sogar noch für eine zusätzliche Wärmedämmung und tragen somit auch zum Energiesparen bei. Vliestapeten sind leicht zu verarbeiten, denn sie gehen beim Weichen nicht auseinander und somit bilden sich so gut wie keine Falten oder Blassen, die sich später nicht mehr raus ziehen lassen. Hat man Vliestapeten an der Wand und irgendwann doch mal wieder Lust auf einen „Tapetenwechsel“, dann ist auch das Abmachen ein Kinderspiel! Vliestapeten lassen sich nämlich ganz leicht trocken von der Wand ziehen, vorausgesetzt natürlich, man hat beim Vliestapete tapezieren zuvor alles richtig gemacht. Obwohl Vliestapete tapezieren kein Kunststück und wirklich sehr einfach ist, sollte man dennoch einige Dinge beachten.

Den Untergrund für Vliestapete vorbereiten

Die schönsten Tapeten nutzen einem nicht viel, wenn die Wand dahinter nicht richtig vorbehandelt wurde und nicht ausreichend saugfähig ist. Bevor man also die Vliestapete tapezieren tut, sollte man zunächst die alten Tapeten restlos entfernen und den Untergrund für die Tapeten vorbereiten. Die Wände sollten trocken, sauber und gleichmäßig sein. Risse und Dübellöcher werden mit Spachtel geglättet und sandiger Putz mit Tapeziergrund vorbehandelt. Vliestapeten sind durchscheindende Tapeten und damit es später nicht zu unerwünschten Farbschattierungen an den Vliestapeten kommt, sollte man die Wände vorsorglich noch mit einem pigmentierten Tapetengrund vorbehandeln, sofern diese keinen farblich einheitlichen Untergrund haben und zuvor beispielsweise in verschiedenen Farben gestrichen wurden. Der Tapeziergrund gleicht Farbtonunterschiede an den Wänden aus und wirkt zugleich auch noch untergrundfestigend.

Vliestapete tapezieren, genial einfach!

Vliestapeten haben gegenüber normalen Tapeten oder Raufaser einen ganz erheblichen Vorteil: Der Kleister wird direkt auf die Wand aufgetragen und nicht etwa auf die Tapete. Das ermöglicht sauberes und genaues Arbeiten und vereinfacht insbesondere ungeübten Menschen das Tapezieren doch sehr. Die Bahnen müssen vorher nicht extra aufgeweicht werden. Dadurch bleiben sie formbeständig und lassen sich viel einfacher an der Wand aufbringen. Dazu verwendet man am besten einen guten Markenkleister für Vliestapeten. Diesen rührt man gemäß der Anleitung in einem Eimer an und kleistert die Wand mit einer Rolle bahnweise ein. Anschließend wird die aufgebrachte Vliestapete mit einer Tapezierbürste oder einem Tapezierwischer blasenfrei gewischt und die nachfolgenden Tapetenbahnen auf Stoß gelegt. Damit die Bahnen sauber und gerade verlaufen, ist es ganz wichtig (wie bei allen anderen Tapeten auch) genau darauf zu achten, dass die erste Bahn der Vliestapete senkrecht gut ausgelotet ist. Starkes Heizen und Zugluft sollten vermieden werden, die ideale Arbeitstemperatur zum Vliestapete tapezieren beträgt etwa 20°.

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