Verliebt sein: Das passiert mit uns wenn wir verliebt sind

Das verliebt sein ist eines der schönsten Gefühle, die ein Mensch empfinden kann. Doch wie kommt es eigentlich dazu, dass man sich in einen anderen Menschen verliebt und was passiert in uns, wenn wir uns verlieben? Liebe passiert, sie ist seltsam, mystisch, unerklärlich – völliger Humbug. Dür das verliebt sein gibt es nämlich durchaus eine plausible und durch und durch unromantische Erklärung.

Warum verlieben wir uns eigentlich?

Wie kommt es dazu, dass sich ein Mensch in einen anderen verliebt, welche Faktoren spielen eine wichtige Rolle? Nun, zum einen ist natürlich der Zeitpunkt wichtig, denn man muss emotional bereit dafür sein. Führt jemand bereits eine glückliche Beziehung oder ist aufgrund diverser Umstände mental nicht bereit für die Liebe, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit sich neu zu verlieben natürlich enorm. Natürlich spielt auch das Aussehen des womöglich neuen Partners eine große Rolle, Attraktivität ist ja bekanntlich anziehend und es kommt durchaus nicht „nur“ auf die inneren Werte an. Man sagt nicht umsonst: Das „Äußere“ entscheidet, wer zusammenkommt, das „Innere“, wer zusammenbleibt.

Das verliebt sein wird zudem auch noch durch Gemeinsamkeiten begünstigt. Man fühlt sich eher zu solchen Menschen hingezogen, deren Intellekt, Humor, Interessen und soziale Hintergründe dem eigenen Profil gleicht. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch der Geruch eines Menschen. Die Pheromone sind Botenstoffe zur Informationsübertragung zwischen Individuen innerhalb einer Art und lassen somit Rückschlüsse auf den Genpool zu. Ein guter Geruch suggeriert Sympathie, ein dezent aufgetragenes Parfüm steigert diesen Effekt natürlich enorm.

Verliebt sein: Was passiert im Körper?

Verliebt sein entsteht, wenn die Chemie zwischen zwei Menschen passt. Doch was genau passiert im Körper, wenn man sich verliebt? Das verliebt sein ist eigentlich nichts anderes als ein biochemischer Prozess, der sich im menschlichen Gehirn abspielt und für die Dauer der Verliebtheit fortwährend anhält. Verschiedene Hormonausschüttungen sorgen dafür, dass man nicht mehr man selbst ist und vermitteln einem das unbeschreibliche Hochgefühl, dass man während der Verliebtheit verspürt. So kommt es beispielsweise zur Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Dopamin bewirkt mehr Antrieb und eine höhere Motivation, paradoxerweise sinkt allerdings mit dem Dopaminanstieg auch gleichzeitig der Serotoninspiegel im Blut.

Serotonin wird auch als das Wohlfühlhormon bezeichnet und bei Serotoninmangel fühlen wir uns unausgeglichen, sind leicht reizbar, schlecht gelaunt, depressiv, verstimmt oder fühlen uns sogar ängstlich. Hinzu kommt, dass es bei verliebten Menschen zu einer erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Noradrenalin kommt. Das Herz schlägt schneller und macht die verliebte Person aktiver und impulsiver, allerdings steigert es auch die Unkonzentriertheit und beeinträchtigt somit das (logische) DenkvermögenUmgangssprachlich würde man sagen, dass beim verliebt sein die Hormone verrückt spielen, in der Tat ist es auch so.

Wenn sich zwei Menschen lieben und zusammenkommen und aus verliebt sein Liebe wird, dann ist so weit alles in Ordnung. Problematisch wird es, wenn es nicht der Fall ist und man beispielsweise einen Korb bekommt. In den meisten Fällen endet das verliebt sein dadurch nicht, die Hormone spielen ja immer noch verrückt und teilweise gleicht dieser Zustand dann dem eines Suchtkranken auf Entzug. Wird unsere Liebe erwidert, bekommen wir das was wir wollen und was wir brauchen. Falls nicht, leiden wir unter Liebeskummer und Liebeskummer ist nichts anderes als eine Entzugserscheinung und führt zu starken seelischen oder gar körperlichen Schmerzen. 

https://zukunftswochen.de/outdoorkitche/