Ursachen von Schlafstörungen

Auch wenn es immer wieder Menschen gibt, die das Gegenteil behaupten: Ohne ausreichend Schlaf geht es nun mal nicht, denn Schlafmangel zieht eine ganze Reihe seelischer sowie körperlicher Folgen nach sich. Ausreichend Schlaf ist nicht nur sehr erholsam, sondern auch lebenswichtig für uns Menschen, denn es ist unser Schlaf, der nachtsüber für die Regeneration von Körper und Geist und somit für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit sorgt. Sich ins Bett legen, gleich einzuschlafen, die ganze Nacht über durchschlafen und am nächsten Morgen ausgeruht und ausgeschlafen wieder aufstehen – für viele Menschen ist das allerdings keinesfalls eine Selbstverständlichkeit, sondern allenfalls ein „Wunschtraum“, mehr als ein Drittel der Bundesbevölkerung leidet nämlich unter Schlafstörungen.

Gelegentlich hat jeder Mensch Schlafstörungen, schläft etwas unruhig, hat Einschlafprobleme, wacht mitten in der Nacht plötzlich auf oder hat Probleme mit dem Durchschlafen, doch sofern man immer wieder in seinen gewohnten Schlafrhythmus zurückfindet, ist das auch vollkommen normal und kein Grund zur Beunruhigung. Halten die Schlafstörungen allerdings länger an und findet man binnen eines Monats an über drei Tagen in der Woche keinen durchgehenden und erholsamen Schlaf, spricht man bereits von chronischen Schlafstörungen und das sollte man keinesfalls als so gegeben hinnehmen, sondern etwas unbedingt was dagegen unternehmen! Allerdings ist das auch leichter gesagt als getan, denn Schlafstörungen können viele Ursachen haben und oftmals weiß man gar nicht, was für Einflüsse einem im sprichwörtlichen Sinne nachts den so dringend benötigten Schlaf rauben? Wer nachts wieder erholsamen Schlaf finden und endlich wieder durchschlafen will, sollte also erst mal den Ursachen für seine Schlafstörungen auf den Grund gehen und diese können durchaus vielfältig sein!

Schlafstörungen Ursachen

Schlafstörungen unterscheidet man in Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen, viele Menschen sind sogar von beidem betroffen, sie schlafen also nicht nur sehr schlecht ein, sondern wachen in der Nacht mehrfach auf oder stehen viel zu früh und unausgeschlafen wieder auf. Das kann verschiedene Gründe haben, zu den häufigsten Ursachen für Schlafstörungen zählen jedoch seelische Probleme (familiäre Probleme, berufliche Sorgen, Ängste), Überreizung des Geistes (z. B. durch zu viel Fernsehen oder übermäßige geistige Arbeit), psychische sowie körperliche Erkrankungen oder Symptome (Depressionen, Schmerzen, Restless Legs Syndrom, Atmungsstörungen, Schnarchen, Schlafapnoe, nächtlicher Harndrang, hormonelle Einflüsse), unregelmäßige Schlafenszeiten und Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus aufgrund von eigenen Lebensgewohnheiten oder Schichtarbeit, zu spätes oder schwer verdauliches Essen am Abend sowie der übermäßige Konsum von alkoholischen oder koffeinhaltigen Getränken, schlechte Schlafbedingungen (schlechte Matratze, keine optimale Schlaftemperatur, zu wenig Sauerstoff, schlechte Luft, Lärm, etc.), Nebenwirkungen von Medikamenten.

So beugt man Schlafstörungen vor

Vorbeugen ist besser als therapieren! Natürlich lässt sich nicht alles beeinflussen, allerdings kann man selbst so einiges tun um seinen Schlafstörungen vorzubeugen. Um einen möglichst erholsamen Schlaf zu haben und die Nacht über durchschlafen zu können, sollte man sich zunächst möglichst optimale Schlafbedingungen schaffen, dazu gehört in erster Linie natürlich ein gutes Bett mit einer guten Matratze. Das Schlafzimmer sollte abgedunkelt und gut durchlüftet sein, die Zimmertemperatur nicht zu warm sein und idealerweise zwischen 18-20° liegen. Ins Bett gehen sollte man nicht zu früh, sondern erst dann, wenn man auch wirklich müde ist. Kleine Änderung, große Wirkung! Oftmals helfen auch Änderungen der bisherigen Lebensgewohnheiten, um Schlafstörungen in der Nacht zu vermeiden. Spätes oder schwer verdauliches (fettiges, scharf gewürztes) Essen sollte man vermeiden und spätabends auf Genußmittel wie alkoholische Getränke, Zigaretten oder Kaffee verzichten und stattdessen lieber einen Abendspatziergang machen und dabei Sauerstoff tanken.

Vor dem zu Bett gehen sollte man sich nicht selber in Unruhe versetzen und nichts aufregendes mehr tun, stattdessen sollte man lieber etwas entspannendes machen und sich beispielsweise ein Bad oder eine wohltuende Dusche gönnen oder ein nicht allzu spannendes Buch lesen. Auch wenn ein Mittagsschlaf noch so wohltuend ist, bei abendlichen Einschlafstörungen ist er nicht unbedingt förderlich. Seelische Belastungen können sehr schwerwiegend und Schlaf raubend sein, allerdings sollte man bedenken, dass sich kein Problem im Schlaf lösen lässt! Probleme löst man tagsüber, ausgeschlafen und ausgeruht hat ein Mensch schließlich auch viel mehr Kraft dafür. Vielleicht ist es hilfreich, sich das mal vor die Augen zu halten? Autogenes Training und bestimmte Rituale vor dem Schlafengehen können ebenfalls sehr hilfreich sein, so zum Beispiel das Trinken von Gute-Nacht-Tee mit beruhigenden Kräutern (Melissenblätter, Baldrianwurzel, Lavendelblüten) oder einem einem altbewährtem Hausmittel, dem Glas heißer Milch mit Honig.

Schlafstörungen – wann zum Arzt?

Schlafstörungen sind keine Krankheit an sich, sondern ein Symptom, welches viele Ursachen haben kann. Schläft man mehr als 3-mal pro Woche weniger als fünf Stunden am Stück, leidet man unter Schlafstörungen und sollte diesbezüglich unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ebenso sollte man auch zum Arzt gehen, wenn als Ursachen der Schlafstörungen schwerwiegende psychische Gründe (Ängste, Depressionen) oder körperliche Beschwerden (Muskelschmerzen, Atemnot, Schnarchen) vermutet werden. Schlafstörungen beeinträchtigen nicht nur in erheblichem Maße die eigene Lebensqualität, sondern können auch eine ganze Reihe von ernsten Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Darum ist es wichtig, Schlafstörungen frühzeitig zu diagnostizieren und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen oder sich damit abzufinden und zu akzeptieren.

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