Mietobjekte ohne Makler und Provision

Bezahlbarer Wohnraum wird knapp, ohne Makler geht nichts und das lässt einen bei Wohnungssuche fast verzweifeln. Besonders in den Großstädten und Ballungsgebieten steigen die Kaltmieten in einem exorbitanten Rahmen und sind kaum noch zu bezahlen. Arbeitnehmer sind heutzutage ein modernes Nomadenvolk geworden. Oftmals sind wir gezwungen dorthin zu gehen, wo es gut bezahlte Arbeit oder überhaupt noch Arbeit gibt.

Nomaden haben es sogar einen Tick einfacher als der moderne Mensch von heute – sie spannen einfach ihre Zelte auf, während sich unsereiner mit der quälenden Wohnungssuche herumplagen muss. Wer in einer deutschen Großstadt auf Mietobjekte ohne Makler sucht und sich die Provision sparen möchte und noch dazu eine bezahlbare Wohnung sucht, braucht viel Zeit und gute Nerven!

Die Menschen ziehen eben dorthin, wo es was zu verdienen gibt. Demzufolge wird der Wohnraum immer knapper, Immobilienspekulanten, Vermieter und insbesondere Immobilienmakler reiben sich die Hände. Eine bezahlbare Wohnung finden wird immer schwieriger. Entweder senkt man seine eigenen Ansprüche, was die neue Wohnung betrifft oder man greift eben etwas tiefer in die Tasche.

Beides ist keine Idealkonstellation, denn schließlich soll man sich nirgends so wohl fühlen können wie Zuhause und vom Gehalt soll ja schließlich auch was übrig bleiben. Dieser Artikel hält einige nützliche Tipps bereit und zeigt auf, wie man günstige Wohnungen und Mietobjekte ohne Makler finden kann.

Gute Mietobjekte ohne Makler finden

Das Internet liefert uns im alltäglichen Leben so ziemlich alle Informationen, die wir benötigen. Natürlich bemühen wir dieses wunderbare Medium und Wunderwerk der Technik auch bei der Wohnungssuche. Immobilienportale wären eine wunderbare Sache, wenn die Vermieter potenziellen Mietinteressenten ihren Wohnraum direkt offerieren würden. Günstige Wohnungen sind jedoch rar und Mietobjekte ohne Makler finden wird zunehmend schwerer und in Ballungsräumen schon fast unmöglich.

Mittlerweile ist es nämlich so, dass der Großteil der Wohnungsangebote eine sogenannte Maklercourtage nach sich zieht, welche beim Abschluss eines Mietvertrags fällig wird und vom Mieter an die Immobilienagentur zu entrichten ist. Die Provision (Courtage) für die Vermittlung einer Mietwohnung ist rechtlich festgelegt und beträgt laut § 3 Abs. 2 des WoVermG zwei Nettokaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Gehen wir mal von einer Kaltmiete von 1000 Euro aus, so müsste man direkt etwa 6680 Euro auf den Tisch legen (1300 Warmmiete, 3000 Euro Kaution sowie 2380 Euro Maklercourtage).

In dieser Summe weder Umzugs- oder Renovierungskosten oder die Anschaffungen neuer Möbel enthalten. Im Suchfilter vieler Immobilienportale lassen sich die Maklerangebote ausblenden, so werden ausschließlich provisionsfreie Angebote angezeigt. Will man private Mietobjekte ohne Makler und Provision finden, muss man einfach nur das Häkchen im Feld “provisionsfrei” oder „Wohnungssuche ohne Provision“ setzen. Ist ein Mietobjekt länger im Netz, geht der Vermieter eventuell auch darauf ein die zu entrichtende Maklergebühr voll oder teilweise zu übernehmen? Den Vorschlag machen kann man ja. Provision gerne, aber dann soll sich der Vermieter daran beteiligen.

Wohnungssuche per Inserat

Wohnungssuche einmal umgekehrt – was früher funktionierte, dass klappt auch heute! Bevor es das Internet gab, da inserierten die Menschen Ihre Angebote & Gesuche ganz traditionell in Zeitungen. Vermieter sind oftmals ältere Menschen. Diese surfen eher weniger im Netz, sondern lesen gerne die Zeitung. Von daher kann es sich durchaus lohnen, selbst ein Inserat bezüglich der Wohnungssuche aufzugeben und sich so auf die Wohnungssuche ohne Provision zu machen. Wohnungsinserate sind in vielen Zeitungen sogar kostenlos und auch im Netz sollte man seine Annonce mit Angabe der maximalen Kaltmiete sowie der gewünschten Quadratmeteranzahl aufgeben.

Beispiel für ein Inserat

– Wohnungssuche ohne Provision – Wir sind ein junges Ehepaar (24/28) mit einem kleinen Hund, beide berufstätig und suchen zum 01.04 eine helle 3-4 Zimmer Wohnung mit Balkon ab 80qm in Frankfurt-Sachsenhausen oder Umgebung. Das Wohnungsinserat richtet sich direkt an die Vermieter, bitte keine Maklerangebote!

Wohnbaugesellschaften als preisgünstige Alternative

Wohnungsbaugesellschaften sind eine sehr gute und vor allem deutlich preiswertere Alternative zum privaten Wohnungsmarkt und sollten bei der Wohnungssuche ohne Provision mit einbezogen werden. Eine Wohnungsbaugenossenschaft (auch Wohnungsbaugenossenschaft, Baugenossenschaft, Wohnungsgenossenschaft oder Bauverein genannt) sind Genossenschaften, die das Ziel verfolgen ihre Mitglieder mit günstigem Wohnraum zu versorgen.

Wohnungsbaugesellschaften findet man in jeder Großstadt, mittlerweile gibt es in ganz Deutschland über 2.000 solcher Baugenossenschaften. Oftmals ist dazu eine Mitgliedschaft in der Baugenossenschaft notwendig, allerdings stehen auch sehr viele Wohnungen dem freien Markt offen. Bei diesen Wohnungen handelt es sich zumeist modernisierte Häuser aus den 50`er und 60`er Jahren. Sie sind nicht unbedingt schön, sondern eher praktisch geschnitten, dafür sind sie preiswert. Hier empfiehlt es sich, einfach mal das Branchenbuch zur Hand zu nehmen und die einzelnen Wohnbaugesellschaften anzurufen. Fragen Sie direkt am Telefon nach freien Wohnungen oder vereinbaren einen Termin. Wer auf Wohnungssuche ohne Provision ist, sollte also unbedingt auch die Angebote der Wohnungsbaugesellschaften prüfen.

Wenn es irgendwie möglich ist, dann sollte man auch bei der Wohnungssuche ohne Provision keine Kompromisse machen. Natürlich spielt der Zeitdruck eine entscheidende Rolle, die finanziellen Möglichkeiten natürlich auch. Trotzdem gilt auch hier der Satz: “Was Dich auf Dauer nicht glücklich macht, macht Dich auf Dauer unglücklich.” Fühlt man sich bei der Besichtigung einer Wohnung nicht sofort wohl, dann sollte man auch keinen Mietvertrag unterschreiben. Wohnungen gibt es mehrere, ein Zuhause gibt es nur einmal!

Bei der Wohnungsübergabe immer alles genau dokumentieren

Bei der Wohnungsübergabe sollte eine ordentliche Abnahme erfolgen. Auch wenn es pingelig erscheinen mag: Halten Sie jeden noch so kleinen Schaden schriftlich fest und dokumentieren Sie am besten noch mal alles durch “Beweisfotos”. Bei einem späteren Auszug gibt es so keine Missverständnisse und keine Folgekosten durch saftige Handwerker-Rechnungen und angebliche Reparaturkosten durch den Vermieter.

In diesem Fall wird sehr gerne ein Teil der Mietkaution einbehalten und auf Kosten des ausgezogenen Mieters die eigene Immobilie saniert. Im Extremfall ist die Kaution sogar ganz weg und der Vermieter stellt zusätzlich noch Forderungen gegen Sie. Durch eine gewissenhafte Dokumentation sieht der Vermieter auch, dass man Sie diesbezüglich nicht aufs Glatteis führen kann. Apropos Kaution – ein Umzug kostet immer Geld. Oftmals ist die Zahlung der Kaution für viele Menschen eine schier unüberbrückbare Hürde.

Vermieter akzeptieren als Kaution auch eine Bankbürgschaft oder man wendet sich an eine Online-Kautionskasse. Wer die Barkaution nicht aufbringen kann oder möchte, dem empfiehlt sich der Abschluss einer sogenannten Kautionsversicherung. Diese gibt dem Mieter zusätzlichen finanziellen Spielraum und ist eine sehr gute Alternative zur Bankbürgschaft oder Barkaution.

Durchschnittlicher Mietspiegel der Großstädte in Deutschland

1. München: 13,66 €/m² 2. Frankfurt am Main: 11,56 €/m² 3. Hamburg: 10,52 €/m² 4. Düsseldorf: 10,33 €/m² 5. Stuttgart: 10,16 €/m² 6. Köln: 8,93 €/m² 7. Bonn: 8,70 €/m² 8. Nürnberg: 8,21 €/m² 9. Mannheim: 8,17 €/m² 10. Berlin: 7,67 €/m² 11. Hannover: 6,75 €/m² 12. Bremen: 6,35 €/m² 13. Dresden: 6,31 €/m² 14. Bielefeld: 5,86 €/m² 15. Bochum: 5,74 €/m² 16. Essen: 5,63 €/m² 17. Dortmund: 5,46 €/m² 18. Wuppertal: 5,39 €/m² 19. Duisburg: 5,17 €/m² 20. Leipzig: 5,07 €/m²

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