So funktioniert die Dukan Diät

Benannt wurde die Dukan Diät nach ihrem Entwickler, dem französischen Ernährungsmediziner Pierre Dukan, der diese ketogene Diätform gegen Ende der 70 Jahre entwickelte. Die Dukan Diät wird insbesondere von adipösen Menschen als sehr hilfreich angesehen, da man hierbei auf mühsamen Kalorienzählen verzichten, und bestimmte Lebensmittel in beinahe unbegrenzter Menge essen kann. Die Dukan Diät liefert gute Ergebnisse und hat bis heute nicht an Popularität verloren. Selbst berühmte Stars aus dem Show-Biz wie Supermodel Gisele Bündchen oder Sängerin Jennifer Lopez sollen schon mit der Dukan Diät abgenommen haben!

Pierre Dukan hat Zeit seines Lebens nicht nur effektive Abnehm-Methoden entwickelt, sondern darüber hinaus auch das Essgewohnheiten von Menschen studiert. Seiner Meinung nach wird Übergewicht durch eine ganze Reihe verschiedener, psychologischer Faktoren verursacht. Seiner Erkentniss nach ist Übergewicht eine Übergewicht eine Folge mangelnder Selbstdisziplin. Übergewichtige können der Versuchung von zusätzlichem Essen zu den Hauptmahlzeiten nicht widerstehen. Wer abnehmen will, ist oft ungeduldig und verliert schnell die Motivation. Um die Motivation aufrecht zu erhalten und die Diät nicht etwa vorzeitig abzubrechen, will man schnelle Ergebnisse sehen und das am besten fortlaufend. Neben der Motivation endlich abzunehmen braucht man natürlich auch ein Ziel (Wunschgewicht) und ganz wichtig: einen Diätplan!

Diätregeln: So funktioniert die Dukan Diät

Die Dukan Diät ist eine ketogene Diät, also eine eine kohlenhydratlimitierte, protein- und energiebilanzierte und deshalb fettreiche Form der diätetischen Ernährung, die den Hungerstoffwechsel in bestimmten Aspekten imitiert. Der Diätansatz basiert auf einer proteinreichen Ernährung (tierisches und pflanzliches Eiweiß) bei weitestgehendem Verzicht auf Kohlenhydrate wie zum Beispiel Reis, Kartoffeln, Alkohol, Zucker etc. und einer dezidierten Einschränkung der Fettzufuhr. Unterteilt wird die Dukan Diät in 4 Phasen:

Die 4 Phasen der Dukan Diät

1.) Die Angriffsphase

Die Dukan Diät beginnt mit der Angriffsphase. erste Phase dauert – Je nachdem, wie viel Gewicht man verlieren möchte, dauert die erste Phase der Diät zwischen 3-10 Tage. Hierbei stehen fettarme und proteinreiche Lebensmittel wie z. B. Hähnchen (ohne Haut), Pute, mageres Rindfleisch und Kalbfleisch auf dem Speiseplan. Davon kann man essen, soviel man will. Fettiges Fleisch wie zum Beispiel Schwein, Lamm oder Ente sind jedoch strengstens verboten.

Dazu darf man in der ersten Phase der Dukan Diät auch bis zu zwei Eier am Tag, Kalbs- oder Rinderleber, alle Sorten Fisch, Meeresfrüchte, Tofu, Soja und fettarme Milchprodukte wie Joghurt, Milch und Käse essen. Da man während der Angriffsphase auf Fett weitestgehend verzichten soll, kocht man das Fleisch am besten oder benutzt zum Braten eine beschichtete Teflon-Pfanne mit sehr wenig Öl. Als Geschmacksgeber erlaubt die Dukan Diät künstliche Süßstoffe, Essig, Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter und Gewürze aller Art, gelegentlich auch Gewürzgurken, Zitronensaft, Senf und Salz in Maßen und zuckerfreien Ketchup.

Um einem trockenen Mund und schlechtem Atem vorzubeugen, ist es sehr hilfreich viel Wasser zu trinken, mindestens jedoch 2 Liter am Tag. Kaffee und Tee darf man trinken, allerdings nur ungezuckert oder nur mit Süßstoff gesüßt. Um Verstopfung vorzubeugen, sollte man täglich 1 Esslöffel Haferkkleie essen und sich viel bewegen und besser noch, Sport treiben. Zumindest 20 Minuten walken am Tag sind Pflicht!

2.) Die Aufbauphase

In der zweiten Phase wechseln sich ein Tag mit ausschließlich proteinreicher Nahrung (wie in Phase 1. beschrieben) und ein Tag mit Proteinen plus Gemüse ab. Allerdings kann man nicht jedes Gemüse essen, kohlenhydratreiches Gemüse wie Kartoffeln, Mais oder Hülsenfrüchte wie Erbsen oder weiße Bohnen sind tabu. Der Speiseplan kann zum Beispiel um Brokkoli, Spinat, Salat, Champignons, Tomaten, Gurken und Salat erweitert werden. Dazu sollte man weiterhin ausreichend Flüssigkeit trinken, 2 Esslöffel Haferkleie am Tag essen und täglich mindestens 30 Minuten Sport treiben. Diese Phase dauert solange an, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

3.) Die Stabilisierungsphase

Mit dem Erreichen des Wunschgewichtes ist es jedoch nicht getan, es will auch gehalten werden. Die Stabilisierungsphase dient dazu, das Gewicht zu halten und den ungeliebten Jojo-Effekt zu vermeiden. Hierbei setzt die Dukan Diät pro verlorenem Kilo Körpergewicht 10 Tage zur Stabilisierung des Gewichts an. Erlaubt sind alle proteinreichen Nahrungsmittel aus Phase eins und alle Gemüsesorten aus Phase zwei. Dazu darf man täglich Obst essen, jedoch nichts kalorienreiches wie Bananen, Trauben, Kirschen, Nüsse oder Trockenfrüchte. Erlaubt sind auch zwei Scheiben Vollkornbrot und 40 Gramm Käse am Tag.

Nun gibt es eine schlechte und zwei Gute Nachrichten: An einem Tag in der Woche muss die strenge Proteinkost weiterhin eingehalten werden. Dafür darf man an zwei Tagen in der Woche essen, was man will. Deftiger Braten, Teigwaren, Kuchen, Schokolade, etc. Allerdings in Maßen, übertreiben sollte man es damit natürlich nicht.

4.) Die Erhaltungsphase

Die Erhaltungsphase dauert ein Leben lang an. Das klingt vielleicht erschreckend, doch das ist es keineswegs – denn schließlich ist es sehr erstrebenswert, seine neu gewonnene Figur möglichst ein Leben lang zu behalten und nicht wieder zuzunehmen. Mit einigen wenigen Regeln kann man das bewerkstelligen. An sechs Tagen in der Woche kann man essen, auf was man Lust hat. An einem festen Tag in der Woche gibt es jedoch nur strenge, proteinreiche Kost. Dazu viel trinken, 3 EL Haferkleie am Tag und viel Bewegung.

Kritik an der Dukan Diät

Die Dukan Diät ist ein Renner. Sie hat aber nicht nur Millionen begeisterter Anhänger, sondern natürlich auch Kritiker. Diese weisen auf die Gefahren einer einseitigen Ernährung hin, wegen des weitestgehenden Verzichtes auf Obst und Gemüse fehlen wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Zu viel Protein belaste insbesondere in der ersten Diätphase die Nieren, die nur in begrenztem Umfang Schadstoffe wie Harnsäure ausscheiden können. Für Menschen mit chronischem Nierenleiden als auch für Vegetarier ist diese Diät also vollkommen ungeeignet.

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