Tomaten pflanzen: Schritt für Schritt Anleitung

Mit dem Internet ist das immer so eine Sache. Es ist hilfreich, wenn man Ratschläge sucht, doch gleichzeitig ist es furchtbar irritierend, da jeder eine eigene Meinung hat und eigentlich simple Dinge wie zum Beispiel die Suche nach Antworten wie man Tomaten pflanzen tut immer so furchtbar verkompliziert werden müssen. Aus diesem Grund habe ich aufgrund meiner eigenen Erfahrungen eine einfache Anleitung zum Tomaten pflanzen zusammengefasst.

Tomaten pflanzen Anleitung

Für die Aussaat der Tomatensamen braucht man neben dem Saatgut und der Anzuchterde auch eine Anzuchtschale. Anzuchtschale mit Deckel findet man für wenige Euro in jedem Baumarkt. Solch eine Anzuchtschale bietet in der Regel Platz für etwa 24 Pflanzen und ermöglicht so die frühe Aussaat und Anzucht der Tomatenpflanzen an einem warmen und hellen Standort, beispielsweise an der Fensterbank.

Mit der Aussaat sollte man nicht zu früh und nicht zu spät beginnen, sondern den optimalen Zeitpunkt abwarten. Tomatenpflanzen wachsen sehr schnell. Pflanzt man sie zu früh, bekommen die Pflanzen womöglich zu wenig Licht, vergeilen dadurch und brechen ab. Beginnt man mit der Aussaat zu spät, so reicht die Zeit bis zum Herbst womöglich nicht um alle Tomaten reifen zu lassen und somit eine gute, ertragreiche Ernte zu haben.

Hierbei sollte man die Wetterbedingungen im Auge behalten. Bei einem langen Winter sollte man bis zum März mit der Aussaat warten, war der Winter mild, so kann man schon Mitte Februar mit der Aussaat beginnen.

Um die Tomatensamen auszusäen, füllt man die Fächer der Anzuchtschale bis knapp unter den Rand mit der Anzuchterde und befeuchtet die Erde mit einem Handsprüher. Nun sticht man mit dem Bleistift oder einem ähnlichen Gegenstand ein etwa 0,5 cm großes Loch in die Erde, setzt den Samen hinein und deckt das Loch mit der Erde zu.

Um die Samen schneller aufgehen zu lassen, kann man sie auch 24 Stunden vorher in einer Schale mit Wasser quellen lassen und dann einsetzen. Nun kommt der Deckel mit offenem Luftschieber drauf und die Anzuchtschale an einen warmen, hellen und möglichst sonnigen Ort. Damit die Saat aufgeht, darf die Erde keinesfalls austrocknen. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Erde regelmäßig mit Wasser zu besprühen, wobei Staunässe jedoch unbedingt vermieden werden sollte.

Nach wenigen Tagen zeigen sich bereits die ersten Keimlinge mit den ersten beiden Keimblättern. Hat sich nach etwa 2 Wochen auch das dritte Blatt gebildet, kann man die Tomatenpflanzen mit einem Löffel pikieren und in einen größeren, etwa 8-10 cm großen Topf umtopfen.

Tomaten pflanzen nach den Eisheiligen

Beim Umtopfen pflanzt man die Tomatenpflanzen bis zu den beiden Keimblättern in kleinere Töpfe ein. Wer die Möglichkeit hat, sollte seine Tomatentöpfe tagsüber auf den Balkon oder auf die Terrasse stellen und nachts wieder reinholen. Das fördert das Wachstum, außerdem werden die Pflanzen an die äußerlichen Temperaturen und ihre künftige Umgebung gewöhnt und auch abgehärtet.

Wann man die Tomaten aussetzen kann, hängt natürlich davon ab, wie die Witterungsverhältnisse sind und wohin man seine Tomaten pflanzen möchte? Frost würde die Tomatenpflanzen zerstören. Steht einem ein frostsicheres Gewächshaus zur Verfügung, kann man die Tomaten bereits früher aussetzen, ansonsten sollte man die Zeit nach den Eisheiligen abwarten.

Wenn die Wurzeln am Topfboden sichtbar sind, kann man die Tomaten an ihrem angestammten Platz einpflanzen. Tomaten lassen sich in großen Kübeln oder im Freiland pflanzen. Idealerweise besitzt man allerdings ein Gewächshaus oder ein Tomatenhaus, denn Regen mögen Tomaten nämlich gar nicht.

Bekommen die Tomaten zuviel Wasser, dann verwässert das regelrecht den Geschmack und führt oftmals auch dazu, dass sie platzen bevor sie reifen. Außerdem gelangen durch die Regenspritzer diverse Pilzsporen, Braun- oder Krautfäuleerreger vom Boden auf die Blätter, was die Tomatenpflanzen zudem auch noch stark schädigen kann.

Die Pflege und Aufzucht der Tomatenpflanze

Tomaten pflanzen und aufziehen ist eigentlich ganz einfach, die Pflanzen sind nämlich viel robuster als man glaubt, dennoch erfordert die Aufzucht Zeit, Pflege und regelmäßige Aufsicht. Wer Tomaten pflanzen tut, sollte dies an einem möglichst sonnigen, windgeschützten Ort tun und seine Tomaten mit einem Regenschutz versehen.

Tomaten sind Starkzehrer, das bedeutet, dass sie für ein gesundes Wachstum und eine ertragreiche Ernte einen äußerst nährstoffreichen Boden brauchen. Wenn man Tomaten pflanzen tut, sollte man zuvor mit Kompost nicht sparen und 2-3 Brennnesselblätter mit in das Pflanzloch geben. Wer auf chemischen Dünger verzichten möchte und reine Bio-Tomaten züchten möchte, kann seine Pflanzen einmal wöchentlich mit Brennnesseljauche düngen.

Die meisten Tomaten brauchen Rankhilfen. Ideal sind Spiralstäbe oder sogenannte Tomatenstäbe, alternativ und günstiger sind Bambusstäbe, an denen man die Tomaten festbinden kann. Ganz wichtig ist das regelmäßige Ausgeizen der Triebe, die Pflanze steckt nämlich ihre Kraft in das Wachstum und in die Früchte.

Geizt man die Seitentriebe in den Blattachseln nicht aus, so investiert die Pflanze viel zu viel Nährstoffe in das unnötige Wachstum der Seitentriebe und viel zu wenig in das Wachstum der Früchte. Aus diesem Grund sollte man am besten täglich Ausschau nach neuen Seitentrieben halten und diese mit Zeigefinger und Daumen einfach abbrechen. Ebenso sollte man die unteren Blätter der Tomatenpflanze abtrennen, damit sich dort keine Schädlinge oder Sporen vom Boden festsetzen.

Tomaten gießen – wie viel Wasser ist ausreichend?

Wer Tomaten pflanzen tut, will seine Pflanzen natürlich auch die bestmögliche Pflege zukommen lassen, doch viele meinen es damit zu gut und ersaufen ihre Pflanzen regelrecht mit Wasser und gießen einfach viel zu viel und viel zu oft!

Vielleicht liegt das daran, dass Tomaten pflanzen sehr gerissen sind und beinahe mitleidserregend die Blätter nach unten senken und regelrecht nach Wasser lechzen. Viel Wasser fördert zwar das Wachstum der Pflanze, verwässert allerdings regelrecht den Geschmack der Früchte und geht erheblich auf die Kosten des Geschmacks! Tomaten sollte man zwar täglich, allerdings nur mäßig und möglichst immer morgens gießen.

Ein guter Tipp ist es, einfach eine Plastikflasche aufzuschneiden und kopfüber neben die Tomatenpflanze zu setzen und mit Wasser aufzufüllen. So holt sich die Pflanze kontinuierlich immer so viel Wasser wie viel sie wirklich benötigt.

https://zukunftswochen.de/outdoorkitche/