Richtig streiten in der Beziehung

Im Streit sagen Menschen oftmals Dinge, die verletzend sind und die sie im Nachhinein bereuen. Ein gesprochenes Wort kann man aber nicht mehr zurücknehmen. Für ein Gefühl kann man sich nicht entschuldigen. Für ein Gefühl kann ein Mensch nichts, es ist eben da oder nicht. Eigentlich stimmt diese Aussage nur bedingt, denn die wenigsten Menschen können richtig streiten und lassen sich im Streit oftmals von ihren Gefühlen leiten, verleiten die Kontrolle über sich zu verlieren und Dinge zu sagen oder zu tun die sie später einmal bereuen.

Manchmal ist es aber dann schon zu spät. Richtig streiten will gelernt sein, ein Streit muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein, im Gegenteil – ein guter Streit wirkt wie ein reinigendes Gewitter, welches zwar lautes Grollen und Regen nach sich zieht, doch nachher saubere Straßen hinterlässt. Die besten Streit-Tipps – hier nachzulesen!

Was ist ein Streit?

Unter einem Streit versteht man die Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehreren Personen, die nicht einer Meinung sind. Die Menschen sind eben nicht immer einer Meinung, aus diesem Grund ist der Streit etwas, was uns jeden Tag in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen begegnet. Manchmal sehen wir zu wie andere Menschen miteinander streiten, manchmal versuchen wir auch zu schlichten und mischen uns ein, meistens halten wir uns jedoch heraus und bleiben neutral.

Ab und zu muss jeder Mensch streiten, wenn er seine eigene Meinung kundtun und vertreten will.Bei einem Streit gehen jedoch oftmals die Gefühle mit einem durch, Gefühle wie Wut oder Zorn. Am schlimmsten ist es, wenn der Streitpartner jemand ist, zu dem man eine emotionale Bindung hegt – der eigene Partner beispielsweise, die Kinder, Freunde oder gute Bekannte. In diesem Fall ist Wut ein sehr schlechter Ratgeber, der Mensch sollte sich immer unter Kontrolle haben – auch im Streit!

Richtig streiten: Ist streiten überhaupt sinnvoll?

Ja, Streit ist sogar äußerst sinnvoll, sofern man richtig streiten tut. Oftmals werden Dinge totgeschwiegen, die der eigentliche Anlass für einen Streit sind, in einer Beziehung beispielsweise. Da dieser bestimmte Anlass nicht zur Sprache gebracht wird, sucht man – teilweise unbewusst – aus lauter Frust viele andere kleinere Anlässe. Über diese wird dann immer und immer wieder mit dem Partner gestritten, man regt sich schlussendlich über jede Kleinigkeit auf. Das Resultat ist oftmals ein nie endender Dauerzoff und das Ende einer Beziehung.

Ein Streit macht Sinn, wenn das Streitthema offen zur Sprache gebracht wird und durch die ehrliche Kommunikation zweier Menschen aus der Welt geschafft werden kann. Das Thema liegt einem nicht mehr auf der Seele, man hat es ausgesprochen und es kann somit nur besser werden. Manchmal sind wir Menschen so feinfühlig und wissen, was den Partner stört. Manchmal sind wir es, manchmal nicht – aus diesem Grund sollte man sich untereinander mitteilen und über alles offen sprechen können, auch über unangenehme Dinge. Dann lohnt sich auch ein guter Streit.

Richtig Streiten: An diese Regeln sollte man sich im Streit halten

Zuerst sollte das Streitthema zur Sprache kommen. Man sollte seinem Gegenüber offen und ehrlich sagen was einen belastet, stört und auf der Seele liegt. Dies sollte man in einem ruhigen, sachlichen Ton vortragen und auf keinen Fall schreien oder die Stimme erheben. Das führt höchstens zu Gegenaggressionen oder dazu, dass der Streitgegner auf stur schaltet.

Richtig streiten bedeutet nicht richtig zu schreien, denn wer schreit, hat keine Argumente mehr! Man sollte also immer sachlich bleiben und seinen Standpunkt durch Argumente bekräftigen. Ganz wichtig ist es auch, nicht ausfallend oder verletzend dem Gegenüber zu werden. Ein einmal ausgesprochenes böses Wort bleibt in Erinnerung und kann nie wieder zurückgenommen werden. Auch wenn man das Gefühl hat, Beleidigungen würden den eigenen Standpunkt untermauern oder stärken, es ist schlichtweg falsch und sehr kontraproduktiv.

Ziel des Streites soll ja eine Einigung und Besserung sein und keine Verschlimmerung der Lage. Jeder sollte zu Wort kommen und beim Sprechen nicht unterbrochen werden, ausredenlassen lautet die Devise. Es sollte bei jedem Streit auch nur das aktuelle Streitthema behandelt werden und keine Verstöße aus der Vergangenheit hervorgekramt werden. Richtig miteinander zu streiten ist eine Form der Kommunikation. Wer sich schön streitet, ohne es selbst zu merken, der hat es gelernt und kann – richtig streiten.

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