Reifen platt: Richtig reagieren bei einer Reifenpanne

Wenn es kurz zischt und wenig später der Reifen platt ist, steht man da und fragt sich natürlich wie es jetzt weitergeht? Eine Reifenpanne kommt einem nie gelegen, doch sie kann immer wieder passieren und es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu beheben. Dazu muss man auch nicht unbedingt das Ersatzrad aufziehen.

Reifen platt. Was tun?

So eine Reifenpanne kommt einem nie gelegen und immer zum falschen Zeitpunkt. Klar ist es ärgerlich, doch nur weil der Reifen platt ist, muss man deswegen nicht gleich in Panik verfallen. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Know-how kann man das Problem schnell beheben, selbst ohne fremde Hilfe und ohne den Pannendienst zu rufen.

Die 3 Möglichkeiten um eine Reifenpanne zu beheben

In der Praxis gibt es drei gängige Möglichkeiten, wie man eine Reifenpanne schnell beheben kann. Die einfachste davon ist das Benutzen von Pannenspray mit Reifendichtmittel. Zuerst untersucht man den Reifen, lokalisiert und entfernt nach Möglichkeit die Ursache der Reifenpanne, wie zum Beispiel einen Nagel. Anschließend sprüht man das Pannenspray aus der Druckluftdose über das Luftventil des Reifens in den defekten Reifen und dichtet so zumindest kleine Löcher ab. Das Pannenspray ist nur eine Notbehelfslösung, die einem dazu verhilft, mit dem Auto mit maximal 60 km/h bis zur nächsten Werkstatt oder den Reifenhändler zu fahren.

Viele Automobilhersteller verzichten bei moderneren Autos heutzutage auf ein Ersatzrad und bieten stattdessen ein Pannenset mit einem kleinen Druckluftkompressor an, der über die Autobatterie betrieben wird. Das Ganze funktioniert ähnlich wie das Pannenspray, nur kann durch den eigenen Kompressor zusätzliche Luft nachgedrückt werden, so das der Reifen mehr Bar in sich trägt. Doch auch das ist nur eine Notlösung, denn auch hier muss der Reifen von einer Werkstatt fachgerecht repariert oder ausgetauscht werden.

Ist der Reifen platt aber das Profil noch gut, lohnt sich oft eine Reparatur!

Ist der Reifen noch relativ neu in das Profil noch gut, lohnt es sich in den meisten Fällen den platten Reifen in einer Reifenwerkstatt reparieren zu lassen. Sofern der Einstichkanal das zulässt, wird er mit einem Füllband beschlossen und von innen versiegelt. Sind die Reifen allerdings abgefahren und rollen sowieso schon ihren Ende entgegen, müssen zwei neue Reifen her, da Reifen immer paarweise – also links und rechts an der Achse – getauscht werden um beiderseitig das gleiche Profil aufzuweisen.

Ersatzrad richtig aufziehen

Wenn der Reifen platt ist und ein Ersatzrad im Kofferraum vorhanden ist, muss man sich beim Reifenwechsel zunächst einmal vom sicheren Stand des Fahrzeuges überzeugt. Der Betriebsanleitung des Autos sind die verstärkten Stellen am Unterboden genau beschrieben, an denen man den Wagenheber korrekt am Fahrzeug ansetzen muss. Ist der Untergrund weich, weil man sich mit dem Auto zum Beispiel an einem Feldweg befindet, verhindert ein unter gelegtes Brett ein Einsinken des Wagenhebers.

Beim montieren des Ersatzrades können die Schrauben bei angehobenem Fahrzeug zunächst mit der Hand angezogen werden und nachdem man das Auto herunter gelassen hat, dreht man die Muttern mit dem Radkreuz gleichmäßig und richtig fest zu. Idealerweise geschieht das mit einem Drehmomentschlüssel, hat man keinen zur Hand, sollte man möglichst zeitnah nach dem Reifenwechsel eine Werkstatt aufsuchen und den Sitz des neuen Rades überprüfen lassen.

Meistens hat das Ersatzrad ein anderes Profil und einen niedrigeren Reifendruck. Das kann mitunter zu sehr ungewohnten Fahrzeugreaktionen führen. Deswegen sollte man zunächst in geringem Tempo fahren und schnellst möglichst die nächste Tankstelle aufsuchen und den Reifendruck überprüfen und gegebenenfalls Luft auffüllen. Für den Fall dass der Reifen platt ist und gewechselt werden muss, ist in manchen Autos auch ein kleines Notrad vorhanden. Auch mit diesem ist die Geschwindigkeit begrenzt und man kann damit auch keine langen Strecken (maximal 50 km) fahren.

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