Sind Energiesparlampen ungesund?

Seit dem 1. September 2012 gibt es keine herkömmlichen Glühbirnen mehr zu kaufen, Glühbirnen wurden durch Energiesparlampen ersetzt. Energiesparlampen haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, das amortisiert sich jedoch schnell wieder durch die eingesparte Energie und niedrigeren Stromkosten, außerdem hält eine Energiesparlampe bedeutend länger als eine herkömmliche Glühbirne.

Wenn weniger Strom verbraucht wird, muss auch weniger Strom produziert werden und schlussendlich kommt das der Umwelt zugute. Das klingt plausibel und ist im wahrsten Sinne des Wortes: einleuchtend! Doch aus was besteht eine Energiesparlampe eigentlich und vor allem – sind Energiesparlampen ungesund?

Quecksilber in Energiesparlampen ungesund

Energiesparlampen sind eines der wenigen Produkte auf dem Markt, welche noch Quecksilber enthalten, im Durchschnitt enthält jede Energiesparlampe etwa fünf Milligramm Quecksilber. Quecksilber ist ein Neurotoxin und wird als Sondermüll eingestuft.

Zerbricht eine Energiesparlampe, tritt das Quecksilber aus und verteilt sich in der Luft, auf dem Teppich und in der Wohnung. Insofern sind Energiesparlampen ungesund, weil die Gefahr einer zerbrochenen Leuchtmittels immer präsent ist und die freigesetzten giftigen Dämpfe vom Menschen eingeatmet werden. Zerbrochene und weggeworfene Energiesparlampen setzen jährlich 2-4 Tonnen Quecksilber frei.

Gefährliche UV-Strahlung von Energiesparlampen

Energiesparende Lampen erzeugen leuchtendes Plasma und produzieren dadurch eine für den Menschen schädliche UV-Strahlung. Obwohl die UV-Strahlung deutlich niedriger als die der Sonne ist, kann das Licht der Energiesparlampe negative Auswirkungen für die Haut und insbesondere für die Augen haben. Von daher empfiehlt die Europäische Union, sich nicht länger als eine Stunde unter einem Mindestabstand von 30 Zentimetern vor der Energiesparlampe aufzuhalten.

Für einen kleinen Prozentsatz der Bevölkerung sind Energiesparlampen ungesund, weil sie durch das Flimmern der Lampen Kopfschmerzen, Übelkeit und sogar Migräne bekommen können. Arbeitnehmer, welche nicht unter dem Licht von Energiesparlampen arbeiten, klagen viel seltener über Kopfschmerzen oder Migräne als Angestellte, welche tagsüber auf der Arbeit dem Licht von Energiesparlampen ausgesetzt sind.

Tipps zur Energiesparlampe

Sollte eine Energiesparlampe zerbrechen, dann öffnen Sie für mindestens 15 Minuten alle Fenster und lüften Sie gut durch, das austretende Quecksilber der Energiesparlampen ist wie gesagt ungesund. Fassen Sie die Scherben nur mit Handschuhen und nicht mit der bloßen Hand an, kleinere Splitter und Glasreste entfernen Sie am besten mit Klebeband.

Achten Sie beim Kauf von Energiesparlampen unbedingt auf Qualität, denn Produkte namhafter Hersteller haben zwar ihren Preis, dafür sind sie deutlich langlebiger, leuchten effizienter und flimmern deutlich weniger und haben zudem noch einen geringeren Quecksilber-Anteil als billige Produkte.

Um die Frage ob Energiesparlampen ungesund sind abschließend zu beantworten – Ja, sie können ungesund sein, wenn sie zerbrechen oder unsachgemäß entsorgt werden, Energiesparbirnen gehören nämlich nicht in den Hausmüll, sondern in den Sondermüll, ansonsten ist der Betrieb von Energiesparlampen weitestgehend ungefährlich. Wer dem nicht traut, findet in LED-Leuchten mehr als eine gute Alternative!

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