Privatinsolvenz anmelden: Infos

Normalerweise sollte man in Deutschland von seinem Einkommen seinen Lebensunterhalt bestreiten und sogar noch etwas sparen können. Sind die Ausgaben auf Dauer höher als die Einnahmen und ist das Ersparte aufgebraucht, so führt das zwangsläufig zur Verschuldung. Bessert sich die finanzielle Lage nicht, wird der Schuldenberg immer größer und die Lage immer aussichtsloser!

Zu den finanziellen Sorgen kommen auch noch private oder gesundheitliche Probleme dazu. Der Schuldner ist verzweifelt, er weiß nicht mehr weiter, denn er befindet sich in einer finanziellen Sackgasse, aus der er ohne fremde Hilfe nicht mehr herauskommt. Die Lösung ist die Verbraucherinsolvenz, der Schuldner kann nämlich eine Privatinsolvenz anmelden!

Voraussetzungen um eine Privatinsolvenz anmelden zu können

Möchte man eine Privatinsolvenz anmelden, so muss man als Privatperson bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Man darf beispielsweise nicht mehr als 20 Gläubiger haben und außerdem sollte man zuvor versucht haben, eine außergerichtliche Einigung mit seinen Gläubigern zu erzielen. Bei der außergerichtlichen Einigung versucht ein vom Schuldner beauftragter Anwalt oder Schuldenberater mit den Gläubigern des Schuldners eine finanzielle und für den Schuldner tragbare Einigung zu treffen.

Im Klartext bedeutet das für die Gläubiger, dass sie auf einen (zumeist sehr großen) Teil ihrer Forderungen gegenüber dem Schuldner verzichten, da dieser ansonsten eine Privatinsolvenz anmeldet und die Gefahr groß ist, dass sie komplett leer ausgehen. Kann der Anwalt oder Schuldenberater mit den Gläubigern keine Einigung erzielen, so stellt er dem Schuldner eine entsprechende Bescheinigung aus, welche ebenfalls zwingend notwendig ist, wenn der Schuldner vor Gericht eine Privatinsolvenz anmelden möchte. Außerdem ist er dazu verpflichtet, seine finanzielle Situation offen darzulegen und unter Eid sämtliche Vermögenswerte ehrlich anzugeben.

Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnen

Hat der Schuldner alle Unterlagen zusammen, so kann er vor Gericht seine Privatinsolvenz anmelden und den Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung und stellen. Anhand der eingereichten Unterlagen stellt das Gericht fest, ob ein nochmaliger Einigungsversuch mit den Gläubigern unternommen werden soll, oder ob es zu einer Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens kommt. Ist das der Fall, dann bestimmt das Gericht einen Treuhändler, welcher die Insolvenz abwickelt und in den kommenden 6 Jahren das Vermögen des Schuldners verwaltet. Dem Schuldner steht während seiner Privatinsolenz ein monatliches Existenzminimum zu.

Alles was er darüber hinaus verdient, überweist der Treuhändler zwecks Schuldentilgung an die Gläubiger. Ist der Schuldner während der sogenannten Wohlverhaltensphase allen seinen Verpflichtungen zuverlässig nachgekommen, erhält er nach 6 Jahren die Restschuldbefreiung und ist endlich schuldenfrei! Während der Wohlverhaltensphase muss er jede annehmbare Arbeit annehmen, darf keine neuen Schulden machen und jede Änderung seiner Verhältnisse seinem Treuhändler mitteilen, da ihm ansonsten die Restschuldbefreiung verweigert werden kann.

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