Wie kann man Privatdetektiv werden?

Mit seiner Arbeit sollte man seinen Lebensunterhalt bestreiten können, und wenn die Arbeit einem auch noch Spaß macht, ist das natürlich umso besser! Doch nicht jede Arbeit macht Spaß und die wenigsten Jobs sind wirklich aufregend, schließlich arbeiten die Wenigsten als Detektiv und ermitteln in spannenden Fällen und lösen so das eine oder andere knifflige Rätsel. Doch ganz so aufregend wie es im Fernsehen immer dargestellt wird ist das Ganze nicht. Die Arbeit als Detektiv oder privater Ermittler kann eine ganz schön zermürbende Sache sein, oftmals monoton und sogar langweilig, denn nicht jeder Fall ist wirklich aufregend. Dieser Artikel gibt Antwort auf die Frage, wie man Privatdetektiv werden kann, und er nimmt das Berufsfeld des Detektivs mal etwas genauer „unter die Lupe“. Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man Privatdetektiv werden möchte? Wie macht man eine Ausbildung zum Privatdetektiv und welche Aufgabengebiete gehören zu der täglichen Ermittlungsarbeit eines Privatdetektivs?

Privatdetektiv werden: Die Ausbildung

Privatdetektiv werden ist im Prinzip ganz einfach, denn es gibt keine gesetzlichen Vorgaben zum Berufsbild, da es auch keine offizielle Ausbildung zum Detektivberuf gibt. Wer als Privatdetektiv werden und als solcher arbeiten möchte, braucht lediglich ein sauberes Führungszeugnis ohne Vorstrafen, eine Unterrichtung und Prüfung nach §34a GwO der IHK und eine Gewerbeanmeldung. So wird man aber kaum an lukrative Aufträge kommen, im besten Fall kann man so als selbstständiger Warenhausdetektiv in einem Kaufhaus arbeiten, doch das ist wohl kaum die Erfüllung der eigenen Träume und bei Weitem nicht das, was man sich vorgestellt hat. Um in einer renommierten Detektei einen Job als Privatdetektiv zu bekommen, sollte man zumindest über das Zertifikat der ZAD (Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe) verfügen. Detekteien bevorzugen die Einstellung von Detektiven mit Berufserfahrung. Idealerweise hat man bereits für eine Detektei gearbeitet oder man kommt aus artverwandten Berufen wie zum Beispiel dem Bundesnachrichtendienst, Militärischen Abschirmdienst oder einer Ermittlungseinheit der Polizei. Viele Detekteien bieten einem auch ein berufsbegleitendes Praktikum während der Ausbildung beim ZAD an.

Was macht ein Privatdetektiv?

Der Privatdetektiv wird zumeist dort beauftragt, wo sich staatliche Institutionen nicht einschalten. Durch die Ermittlungen und das Sammeln von Beweisen, kann man die Strafverfolgungsbehörden später einschalten, beim Aufdecken von Schwarzarbeit beispielsweise. Der Privatdetektiv ermittelt hauptsächlich in zivilrechtlichen Bereichen, wie zum Beispiel in Partnerschafts-, Sorgerechts-, Erbschafts-, Unterhalts- oder anderen Familienangelegenheiten. Oftmals setzen Unternehmen Privatdetektive auch im Rahmen der Wirtschaftskriminalität ein. Sie ermitteln, observieren und recherchieren präventiv oder decken Vermutungen durch stichhaltige Indizien auf. Die Personensuche gehört ebenfalls zum Betätigungsfeld. Der Privatdetektiv sucht vermisste Personen oder solche, die sich abgesetzt haben. Ebenso sucht er nach Entlastungszeugen oder Entlastungsbeweisen, um so Gerichtsirrtümer nachträglich korrigieren zu können.

Privatdetektiv werden: Wer ist geeignet?

Um als Privatdetektiv zu arbeiten, sollte man neben der Ausbildung des ZAD auch einige körperliche und geistige Fähigkeiten mitbringen. Diskretion und Verschwiegenheit ist das A und O der Arbeit und sollten für den Privatdetektiv selbstverständlich sein. Man sollte ausdauernd sein, viele Ermittlungsaufträge erfordern bei der Observierung ein hohes Maß an Geduld und Wachsamkeit. Ein guter Detektiv sollte zudem unscheinbar sein, also gut recherchieren können, ohne gleich aufzufallen. Der Detektiv sollte sich mit Technik auskennen können, Richtmikrofone, Kameras, GPS Ortungsgeräte und Wanzen sind Teil seiner täglichen Arbeit. Zu guter letzt sollte ein guter Privatdetektiv den richtigen Personen die richtigen Fragen stellen können und aus den Antworten gute Rückschlüsse ziehen können.

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