Pfandkredit vom Pfandleihhaus

Im Leben treten immer wieder Situationen auf, in denen man schnelles Geld braucht. Schnell bedeutet, möglichst unkompliziert und am besten noch am gleichen Tag. Die einfachste Art und Weise um an schnelles Geld zu kommen ist natürlich seinen Dispositionskredit zu überziehen oder sich Geld zu leihen. Doch was tun, wenn der Dispokredit bereits ausgeschöpft ist und man seine Familie oder Freunde nicht um Geld anpumpen möchte?

Nun, die Alternative dazu lautet, zum Pfandleihhaus (auch Leihhaus oder Pfandhaus genannt) zu gehen und einen Pfandkredit aufzunehmen. Ein Pfandleihhaus und einen Pfandleiher findet man in jeder größeren Stadt und die meisten davon in Berlin. Leihhäuser florieren in der Hauptstadt, alleine in Berlin gibt es laut dem Zentralverband des Deutschen Pfandleihgewerbes 28 Pfandleiher, die ein Pfandleihhaus betreiben.

Doch wie funktioniert ein Pfandkredit und was sind die Vor- und Nachteile von einem Pfandleihhaus und was kann man eigentlich alles verpfänden und zu Geld machen bzw. im Leihhaus einen Pfandkredit dafür bekommen? Dieser Artikel gibt Aufschluss darüber, wie ein Pfandkredit im Pfandhaus funktioniert.

Was ist ein Pfandkredit vom Pfandleihhaus?

Wenn jemand Geld braucht, geht er üblicherweise nicht zum Leihhaus, sondern zu seiner Bank und nimmt dort einen Kredit auf. Damit die Bank den Kredit bewilligt und das Geld auszahlt, braucht sie Sicherheiten und so ähnlich verhält es sich auch mit dem Pfandleihhaus. Der Unterschied ist jedoch, dass der Pfandleiher keine Gehaltsnachweise sehen will und auch keine Schufa-Abfrage macht. Er nimmt materielle Werte in Form von beweglichen Gegenständen als Pfand und als Sicherheit für sein Geld an.

Ein Pfandkredit vom Leihhaus ist eine relativ unkomplizierte Angelegenheit. Man sollte natürlich volljährig sein, sich mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass ausweisen können und der Eigentümer des zu beleihenden Gegenstands sein. Der Pfandleiher schätzt den aktuellen Wert des Pfandgegenstands und ermittelt so die maximal mögliche Beleihungssumme. In der Regel beträgt die Beleihungsgrenze zwischen 25-50 Prozent des ermittelten Gegenstandswertes.

Gesetzliche Regelungen zum Pfandkredit

Der Schuldner erhält vom Pfandleiher Geld bzw. ein Darlehen, welches er in einem Zeitraum von drei Monaten an das Pfandleihhaus zurückzahlen muss.Dieser Zeitraum kann in Absprache mit dem Pfandleiher verlängert werden, kostet aber zusätzliche Zinsen und Bearbeitungsgebühren. Löst der Schuldner seinen Pfandgegenstand in diesem Zeitraum nicht aus, wird der Gegenstand nach einem weiteren Monat bei einer öffentlichen Auktion versteigert. Die Versteigerung muss spätestens nach 10 Monaten erfolgt sein.

Übertrifft der Auktionserlös das ausgezahlte Darlehen nebst Zinsen und Bearbeitungsgebühren, so steht der Differenzbetrag (Überschuss) dem Schuldner zu. Der Pfandleiher hat auch die Möglichkeit den Pfandgegenstand zu verkaufen, jedoch nur, wenn er bei der Versteigerung keinen Käufer dafür gefunden hat. Ein Pfandgegenstand muss zumindest einmal bei einer öffentlichen Versteigerung angeboten worden sein.

Vor- und Nachteile vom Pfandleihhaus. Für wen lohnt sich der Gang zum Pfandleiher?

Im Prinzip kann jedermann zum Pfandleiher gehen, dort einen Gegenstand verpfänden und sich ein Darlehen holen. Im Prinzip ist ein Pfandkredit nichts anderes als ein unkomplizierter Kurzzeitkredit ohne Schufa-Abfrage und ohne Gehaltnachweise, schnelles Geld sozusagen. Kurzzeitkredite wie ein Dispositionskredit sind teuer, das trifft auch auf den Pfandkredit zu.

Ob es nun im Pfandleihhaus Berlin, Hamburg oder München ist, meistens nehmen die Leihhäuser den maximal möglichen Zinssatz von 1% pro Monat zzgl. der Bearbeitungsgebühr. Mit einem Pfandkredit kann man zwar schnell und unkompliziert finanzielle Engpässe überbrücken und so an schnelles Geld kommen, diesen Service lässt sich das Pfandhaus jedoch auch gut bezahlen!

Was akzeptiert das Leihhaus als Pfand?

Im Prinzip kann man für alle beweglichen Gegenstände beim Pfandleiher ein Darlehen bekommen und zu Geld machen. Ob das Leihhaus diese auch annimmt, ist eine andere Sache. In der Regel bringt man beispielsweise Münzen, Gold, Schmuck, Pelze, Uhren, Antiquitäten oder Sammlungen zum Pfandleihhaus, Technik wird von Fall zu Fall auch akzeptiert. Im Schnitt beträgt ein Darlehen vom Pfandleihhaus 200-300 Euro, man kann sich aber auch Darlehen ab 10 Euro auszahlen lassen.

Was ist ein Kfz Pfandhaus?

Je werthaltiger der Pfandgegenstand ist, desto höher ist natürlich auch das machbare Darlehen. Da sich bei niedrigen Beleihungssummen der Gewinn für den Pfandleiher auch in Grenzen hält, haben sich manche Leihhäuser auf das verpfänden von privaten Pkw spezialisiert. Beim sogenannten Kfz Pfandhaus oder Kfz Pfandleihhaus kann man den eigenen Pkw verpfänden und erhält teilweise sogar bis zu 80% des aktuellen Schätzwertes als Darlehen.
Auch hier hat man drei Monate Zeit das Darlehen zurück zu bezahlen, da das Auto ansonsten versteigert wird. Während der Beleihungszeit kann man das Auto nicht fahren. Es verbleibt wie alle anderen Pfandgegenstände mit dem Fahrzeugbrief beim Kfz Pfandleihhaus. Da viele Schuldner nicht in der Lage sind ihr Auto auszulösen, kann man bei sogenannten Autoversteigerungen wahre Schnäppchen machen. Eine vorherige Probefahrt ist jedoch meistens nicht möglich.
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