Personenschutzausbildung: Der Weg zum Bodyguard

Als Bodyguard zu arbeiten ist für viele Menschen ein Traumberuf. Allerdings hat er auch seine Schattenseiten und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Knochenjob. Das fängt schon bei der Personenschutzausbildung an, die alles andere als ein Zuckerschlecken ist und die Teilnehmer immer wieder an ihre Grenzen treibt. Eine ausgezeichnete körperliche Fitness ist von daher eine der elementarsten Grundvoraussetzungen, wenn man als Bodyguard arbeiten möchte. Wir haben uns mit dem Berufsbild des Personenschützers auseinandergesetzt und erklären hier, wie eine Personenschutzausbildung auf einer Bodyguard Akademie verläuft, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um später als Bodyguard arbeiten zu können und wie die späteren Karrierechancen und der Verdienst in dem Beruf als ausgebildeter Personenschützer sind.

Berufsbild des Bodyguards

Das Berufsbild des Bodyguards hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Man muss nicht unbedingt eine imposante Größe, ein Kreuz wie ein Schrank und einen finsteren Blick haben, um als Bodyguard arbeiten zu können. Man braucht nicht drum herumreden, eine beeindruckende körperliche Statur ist natürlich sehr vorteilhaft und vor allem dann gut, wenn ein Bodyguard zur Abschreckung oder schlicht und einfach zu Show-Zwecken engagiert wird. Allerdings gehen die Anforderungen der Kunden heutzutage weit über die Muskelkraft hinaus, manche Auftraggeber wünschen sich sogar explizit Frauen als Personenschützer. Ein moderner Bodyguard dient der präventiven und operativen Gefahrenabwehr. Er erstellt ein Schutzkonzept und führt dieses durch, indem er Gefahren und Schwachstellen erkennt, Abwehrkonzepte erstellt und Sicherheitsgespräche mit der Schutzperson führt.

Voraussetzungen für die Personenschutzausbildung

Die Arbeit als Bodyguard ist ein knallharter Job. Eine sehr gute körperliche Fitness ist wie gesagt eine Grundvoraussetzung, um überhaupt die 3-6 Monate dauernde Knochenmühle der Personenschutzausbildung überstehen, und erfolgreich absolvieren zu können. Dazu braucht man natürlich ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und man sollte physisch sowie psychisch stark belastbar sein. Ein sicheres Auftreten sowie ein gepflegtes Erscheinungsbild mit guten Umgangsformen und guter Allgemeinbildung runden das gewünschte Anforderungsprofil ab. Englischkenntnisse sowie weitere Fremdsprachen wären natürlich ebenfalls sehr vorteilhaft, da man auch viel mit internationalem Publikum arbeitet und im Ausland unterwegs ist. Als Bodyguard kommt man von der High-Society bis zur Unterwelt mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten in Kontakt.
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Als Personenschützer sollte man zudem über eine selbständige, zielorientierte, systematische Arbeitsweise sowie eine starke Eigenmotivationsfähigkeit verfügen und ein hohes Maß an Flexibilität und Reisebereitschaft (auch ins Ausland) an den Tag legen können. Die Arbeitszeiten sind nämlich zumeist alles andere als regelmäßig. Doch bevor man überhaupt mit dem Gedanken spielt an einer Personenschutzausbildung teilnehmen zu wollen, sollte man sich selbst folgende Frage stellen und ehrlich beantworten: „Bin ich bereit, meine Gesundheit und möglicherweise sogar mein Leben für die Schutzperson zu riskieren oder im äußersten Fall sogar herzugeben?“ Darüber sollte man wirklich gründlich nachdenken, denn wer als Bodyguard arbeiten möchte und einfach nur hofft das in seinem Job nie was passiert, ist eindeutig fehl am Platz.

Die Personenschutzausbildung

Um als Bodyguard arbeiten zu können und Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, muss man einen langen und steinigen Weg beschreiten und zunächst einmal die harte Personenschutzausbildung absolvieren. Das Ziel einer Personenschutzausbildung ist es, den Teilnehmern in Theorie und Praxis umfassende Kenntnisse und Fähigkeiten im unmittelbaren und erweiterten Personenschutz zu vermitteln. Die Ausbildung umfasst in der Regel folgende Gebiete: Personenschutzfachkunde, Obervations-, Aufklärungs- und Ausrüstungstechnik, IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a der GewO, Fahrtraining, Rechtsgrundlagen, Veranstaltungsschutz, präventive Gefahrenabwehr durch das Erstellen von Sicherheitsanalysen und Schutzkonzepten, Krisenreaktion, lebensrettende Sofortmaßnahmen, Schießausbildung mit anschließender gewerblicher Waffensachkundeprüfung, Sport- und Kampftraining, praktische Personenschutzübungen und Personenschutzpraxis.

Eine Personenschutzausbildung kann man bei einer Bodyguard Akademie absolvieren. Die Kosten hierfür betragen in der Regel (je nach Dauer und Art der Ausbildung) zwischen 3.500 – 7.000 Euro und können unter Umständen von einem Leistungsträger übernommen werden. Am besten sucht man sich für die berufliche Weiterbildung zum Personenschützer einen Bildungsträger mit einer Trägerzulassung nach AZWV. Hat man die Personenschutzausbildung erfolgreich abgeschlossen, erhält man ein Zeugnis sowie ein IHK-Zertifikat als Personenschutzfachkraft und ist im Besitz der IHK-Sachkundeprüfung gem. § 34a GewO sowie der gewerblichen Waffensachkundeprüfung gem. § 7 WaffG und darf sich fortan als ausgebildeter Personenschützer bezeichnen.

Chancen als Personenschützer auf dem Arbeitsmarkt

Wer glaubt mit einer Personenschutzausbildung lässt sich nun das große Geld verdienen, wird bitter enttäuscht sein, denn in Deutschland sind die Karrierechancen für Bodyguards alles andere als gut. Um an die wirklich lukrativen Jobs als Personenschützer in der Wirtschaft und Politik zu kommen, braucht man schon mehr Reputation als Bodyguard und sollte zusätzlich zur Personenschutzausbildung auch noch eine polizeiliche oder militärische Ausbildung vorweisen können. Gute Chancen hat man jedoch bei den Sicherheitsfirmen. Die stellen einen vielleicht nicht unbedingt als Personenschützer ein, dafür vielleicht als Doorman, Geld- und Werttransportfahrer oder Vergleichbares. In jedem Fall eröffnet sich einem durch die Personenschutzausbildung weitere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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