Marktwert Fussballer: Die 10 teuersten Fussballer der Welt

Wer heutzutage als Fussballverein im europäischen Spitzen eine ernsthafte Rolle spielen möchte, braucht nicht nur eine gut funktionierende Mannschaft und einen Spitzentrainer, sondern auch Geld, sehr viel Geld. Denn nur mit sehr viel Geld lassen sich die besten und teuersten Fussballer der Welt zu einem Vereinswechsel überzeugen. Wer ambitioniert ist, Meisterschaften und Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene feiern möchte, braucht eben diese individuelle Klasse, die besondere fussballerische Qualität dieser Einzelkönner, doch diese ist nicht ganz billig. Viele Spitzenfussballer werden jedoch nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus image- und marketingtechnischen Gründen verpflichtet. Das kostet hohe Ablösesummen, zweistellige Millionenbeträge plus der Jahresgehälter und Prämien für die Spieler, die sich ebenfalls im zweistelligen Millionenbereich bewegen dürften. In diesem Artikel werden die 10 teuersten Fussballer der Welt vorgestellt. (Stand Juni 2013, Marktwerte gemäß Transfermarkt.de)

Was bedeutet im Fussball das Wort „Marktwert“?

Der Begriff „Marktwert eines Fussballspielers“ ist eigentlich selbsterklärend. Unter dem Marktwert versteht man die Summe, die Verein X dem Verein Y als Ablösesumme bezahlen würde, um einen bei Verein Y stehenden Fussballspieler unter Vertrag zu nehmen. Der Marktwert eines Fussballspielers entspricht in der Regel immer der Summe, die ein beliebiger Verein für ihn bezahlen würde. Der Marktwert eines Fussballers setzt sich aus abgegebenen Angeboten, aus Schätz- und Vergleichswerten, aus seinem Alter und natürlich auch aus seinen erbrachten sportlichen Leistungen zusammen.

Die 10 teuersten Fussballer der Welt (Stand: Juni 2013)

Platz 10: Kun Aguero (Manchester City, Marktwert 45 Millionen)

Schon früh erkannte man in seinem Heimatverein Independiente Buenos Aires das große Talent des nur 1,72 großen argentinischen Stürmers, sodass Kun Aguero bis dato mit 15 Jahren und einem Monat bis dato den Rekord als jüngster eingesetzter Spieler in der argentinischen Primera Division hält. Das Ausnahmetalent wechselte trotz diverser Angebote europäischer Spitzenclubs (u.a Bayern München) Im Jahr 2006 2006 für 21,6 Millionen Euro von Independiente zum spanischen Spitzenverein Atletico Madrid. Nach 5 erfolgreichen Jahren in Spanien (175 Ligaspiele, 74 Tore). 2011 wechselte der Schwiegersohn von Argentiniens Fussball-Legende Diego Maradona für umgerechnet 43 Millionen Euro Ablöse zu Manchester City in die englische Premier LeagueClub Manchester City, wo er im letzten Spiel der Saison gegen die Queens Park Rangers in der Nachspielzeit den Siegtreffer schoss und somit Manchester City nach 44 Jahren erstmals wieder zur Meisterschaft verhalf.

Platz 9: Sergio Busquets (FC Barcelona, Marktwert 45 Millionen)

Sergio Busquets ist der Sohn der spanischen Torwartlegende Carles Busquets , der bereits in den Jahren 1988-1998 das Tor des FC Barcelona hütete. Sein Sprössling ist zwar kein Torwart wie sein vater geworden, dafür aber einer der besten defensiven Mittelfeldspieler unserer Zeit. Das Eigengewächs des FC Barcelona glänzt auf seiner Schlüsselposition im defensiven Mittelfeld als als ballsicherer Antreiber und Umschaltspieler mit hoher Spielübersicht, zudem gilt Sergio Busquets auch als kompromissloser Balleroberer und ist enorm zweikampfstark. Trotz seiner jungen Jahre kann der 24jährige Katalane eine beachtliche Liste von Erfolgen vorweisen: 3x Spanischer Meister, 2 x Spanischer Pokalsieger, 4 x Spanischer Superpokalsieger, 1 x Europameister und 1 x Weltmeister mit Spanien, 2 x Champions-League Sieger, 2 x FIFA-Klubweltmeister und 1 x UEFA Supercup Sieger. Busquets ist ein wichtiger Bestandteil des FC Barcelona und der Spanischen Fussball-Nationalmannschaft.

Platz 8: Hulk (Zenit St.Petersburg, Marktwert 45 Millionen)

Manchmal wollen manche Vereinspräsidenten einen Spieler wortwörtlich um jeden Preis verpflichten und bezahlen aus diesem Grund auch eine Ablöse, die deutlich über dem Marktwert des Spielers liegt. So geschehen im Sommer 2012, als der brasilianische Nationalstürmer für 55 Millionen vom FC Porto in die russische Liga zu Zenit St. Petersburg wechselte. Trotz der vielen Gazprom-Millionen entpuppte sich Hulk nicht unbedingt als der erhoffte Heilsbringer. In 18 Spielen schoss er in seiner Premierensaison 7 Tore, dafür wirbelten er und der mit ihm verpflichtete Belgier Witsel als neue Spitzenverdiener das bestehende Gehaltsgefüge innerhalb der Mannschaft gewaltig durcheinander, was für sehr viel Unruhe und Streit in der Mannschaft führte. Trotz (oder wegen?) Hulk wurde Zenit kein Meister, am Ende fehlten 2 Punkte gegenüber ZSKA Moskau.

Platz 7: Neymar (FC Santos, Marktwert 50 Millionen)

Er gilt als Jahrhunderttalent, alles was in der Fussballwelt Rang und Namen hat, wollte ihn haben und der FC Barcelona hat ihn bekommen. Ab der Saison 2013/2014 spielt Neymar da Silva Santos Junior, genannt Neymar, Seite an Seite mit Lionel Messi beim FC Barcelona. 55 Millionen Ablöse erhielt der FC Santos für sein „Wunderkind“ vom FC Barcelona und dabei war das noch nicht einmal das höchste Angebot, wie es hieß – doch der Spieler wollte unbedingt zu „Barca“. Der junge Familienvater ist eine sehr schillernde Figur, auf- sowie außerhalb des Platzes. Neymar ist unglaublich ballsicher und enorm dribbelstark. Am Ball ist er zwar sehr verspielt, sucht aber im richtigen Moment auch eiskalt den Abschluss. Wenn Neymar beim FC Barcelona so funktioniert wie beim FC Santos, dann dürfte es wohl nie ein besseres Stürmerpaar gegeben haben als das, was nächste Saison beim FC Barcelona spielt: Neymar und Messi!

Platz 6: Edinson Cavani (SSC Neapel, Marktwert 55 Millionen)

Als der SSC Neapel im Jahr 2010 den Uruguayer Edinson Cavani für umgerechnet 16 Millionen Euro vom Ligakonkurrenten US Palermo verpflichtete, hatte man hohe Erwartungen an den südamerikanischen Mittelstürmer mit italienischen Wurzeln. Diese konnte Cavani jedoch nicht nur erfüllen, sondern auch übertreffen. In seiner ersten Saison gelangen ihm 26 Tore, in der Folgesaison 23 Tore und in seiner dritten Saison wurde Cavani mit 29 Toren sogar Torschützenkönig der italienischen Serie A. Edinson Cavani gilt als kompletter Mittelstürmer ohne nennenswerte Schwächen, dafür aber mit sehr vielen Stärken. Dazu trifft er seit Jahren konstant und in schöner Regelmäßigkeit, Krisen scheint der „Uru“ nicht zu kennen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten und es ist nur eine Frage der Zeit, wann und von wem für Cavani die nächste Rekordablösesumme gezahlt wird.

Platz 5: Radamel Falcao (Atletico Madrid, Marktwert 60 Millionen)

Ebenso wie Cavani ist der Kolumbianer Radamel Falcao ein nahezu kompletter Stürmer, der über eine eingebaute Torgarantie zu verfügen scheint. Egal wo Falcao gespielt hat, ob beim FC Porto (51 Spiele / 41 Tore), bei Atletico Madrid (68 Spiele / 52 Tore), seine Tore macht er in schöner Regelmäßigkeit und manchmal ist wie gegen La Coruna auch ein Fünferpack dabei, als Falcao beim 6:0 Sieg 5 Tore erzielte. Die Euroleague ist kein Maßstab für den Stürmer, dort erzielte er unglaubliche 30 Tore in 31 Spielen. Das war dem AS Monaco und seinem russichen Milliardär Dmitri Rybolowlew satte 60 Millionen Ablöse wert, Radamel Falcao verdient in dem monegassischen Steuerparadies 14 Millionen – netto!

Platz 4: Wayne Rooney (Manchester United, Marktwert 65 Millionen)

Man mag darüber streiten ob der Marktwert von 65 Millionen für Wayne Rooney nun gerechtfertigt ist oder nicht. Fakt ist, dass Rooney mit seinen 27 Jahren für Everton und Manchester United bereits 345 Premier-League-Spiele bestritten hat und in der wohl besten Liga der Welt 156 Tore erzielt und 79 Torvorlagen gegeben hat. Das ist eine Hausnummer! Rooney ist als Stürmer nicht komplett, doch er ist ein nimmermüder Kämpfer, dazu eine Man-U-Legende und Sturmführer der „Three Lions“ und somit auch der Star und das Aushängeschild der Englischen Fussballnationalmannschaft. Das sind auch Aspekte, die einen hohen Marktwert rechtfertigen, obwohl es so einige bessere Stürmer als Rooney gibt, die über einen deutlich niedrigeren Marktwert verfügen.

Platz 3: Andres Iniesta (FC Barcelona, Marktwert 65 Millionen)

Die Liste der sportlichen Erfolge des kleinen Genies aus dem 1981-Einwohner zählenden Städchens Namens Fuentealbilla ist viel zu lang, um sie alle hier aufzuzählen. Der wohl wichtigste Erfolg von Andres Iniesta war, als er im Finale der WM 2012 Spanien zum Fussball-Weltmeister machte, indem er in der 116. Minute der Verlängerung das erlösende 1:0 gegen die Niederlande erzielte. Andres Iniesta ist ein genialer Stratege und glänzt durch eine enorme Ballsicherheit und blitzschnelle und intelligente Pässe und durch ein überaus hohes, taktisches Spielverständnis. Iniesta ist mit seinem kongenialen Partner Xavi das Herz und die Seele im Spiel des FC Barcelona und der Spanischen Nationalmannschaft.

Platz 2: Cristiano Ronaldo (Real Madrid, Marktwert 100 Millionen)

Ja, er ist ein Superstar, und zwar gleichermaßen auf und neben dem Fussballfeld. Cristiano Ronaldo ist ein begnadeter Stürmer mit herausragenden Fähigkeiten und die schillerndste Figur im Profifussball überhaupt. Er ist nicht nur ein Fussballstar, sondern auch eine Werbeikone und als Zugpferd für die Marketingmaschinerie seines Vereins Real Madrid nahezu unersetzlich. Real zahlte 94 Millionen Ablöse an Manchester United, doch dieses Geld und noch mehr hatte man binnen einer Saison wieder drin, weltweit wurden 1,2 Millionen Trikots (Stück 80 Euro) von CR9 verkauft! Aus CR9 wurde dann CR7, das Cristiano-Ronaldo-Trikot mit der Rückennummer 9 hatten ja schon alle, also bekam er (wie damals Beckham) die Nummer 7. Cristiano Ronaldo gilt als sehr schwieriger Charakter und gilt nicht unbedingt als das, was man einen „Teamplayer“ nennt. Das Spiel und die Taktik müssen auf ihn zugeschnitten sein, damit er funktioniert. Seine Torquote in der spanischen Primiera Division ist beeindruckend. Cristiano Ronaldo hat mehr Tore (146) geschossen als er für Real Spiele (135) absolviert hat.

Platz 1: Lionel Messi (FC Barcelona, Marktwert 120 Millionen)

Die Geschichte die hinter Lionel Messis Profikarriere steckt klingt eigentlich unglaublich, doch sie ist wahr. Als Messi 13 Jahre alt war, wanderten seine Eltern aus wirtschaftlichen Gründen mit ihm und seinen Geschwistern nach Spanien aus. Messi litt als Kind an einer Wachstumsstörung war war mit 13 Jahren keine 1,40 groß. Die Eltern konnten sich die hormonelle Behandlung ihres kleinen Lionel in Argentinien nicht mehr leisten, diese übernahm der FC Barcelona, dessen Scouts Messis außergewöhnliche Fähigkeiten am Ball erkannten und ihn mit 13 Jahren in die weltberühmte Fussballschule Barcas, in die La Masia aufnahm. Die Spielweise Messis ist einfach unglaublich. Er ist unglaublich schnell, dribbelstark und mit fairen Mitteln eigentlich kaum vom Ball zu trennen. Messi ist ohne Zweifel der beste Spieler der Welt und war das bereits schon vor einigen Jahren. Messi hat einfach nur Spaß am Fussball spielen, das sieht man auch an seinem Lächeln während er spielt.

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