Kofferversteigerung: Das große Geschäft mit nutzlosem Inhalt

Was würde man bei einer Kofferversteigerung für einen alten Koffer bezahlen, dessen Inhalt aus getragenen Socken, unpassender Kleidung, einem Reiseföhn, einer gebrauchter Zahnbürste, vier Einwegrasierern, einem Wanderhut und einer Bibel besteht? Das ist schwer abschätzbar, aber 100 Euro auf jeden Fall!

Natürlich würde man nicht so viel Geld dafür bieten, wenn man vorab den Inhalt kennen würde. Vermutlich würde ihn dann niemand ersteigern, nicht jedoch bei der Kofferversteigerung! Teilweise ist es wirklich wahnwitzig und unglaublich, was Menschen bei Kofferversteigerung bereit sind, für einen Koffer mit unbekanntem Inhalt zu bezahlen. Das liegt daran, dass viele glauben, dass man bei einer Kofferversteigerung Geld machen kann – mitnichten!

Das Prinzip der Kofferauktion ist ganz einfach: je größer der Koffer, desto höher die Gebote. Je höher das Gebot, desto länger das Gesicht und desto größer ist die zumeist nachfolgende Enttäuschung über den meist wertlosen oder unnützen Inhalt. Teuer ersteigern, dann entsorgen – meistens ist das genau so der Fall. Nirgends findet man so viele gelackmeierte Menschen wie bei einer Kofferversteigerung, höchstens noch bei einer Kaffeefahrt.

Koffer werden vor der Kofferversteigerung nämlich durchsucht

Tagtäglich werden unzählige Gepäckstücke von Reisenden transportiert. Nicht jeder Koffer kommt auch an seinem Ziel an, manche werden vergessen oder gehen verloren. Oftmals werden Koffer beispielsweise vom Flughafenpersonal vertauscht oder falsch beladen, was natürlich sehr ärgerlich für den Besitzer ist.

Lassen sich die Besitzer der verloren gegangenen Koffer nach drei Monaten nicht ermitteln, tauchen diese Koffer irgendwann bei einer Kofferversteigerung auf und können dort samt Inhalt vom Höchstbietenden ersteigert werden.

Obwohl, das ist so nicht ganz richtig, mit dem „verbleibenden Inhalt“ müsste es nämlich exakter weise heißen. Bevor die Koffer zur Kofferversteigerung gelangen, werden sie nämlich vom Zoll vorher untersucht. Geld und gefährliche oder verbotene Gegenstände werden zuvor entfernt.

Oftmals warten bei einer Kofferversteigerung jedoch nicht nur Koffer und Gepäckstücke auf den Zuschlag eines Höchstbietenden, sondern auch noch Gold, Schmuck, Uhren, Handys und eine ganze Menge anderer sehr werthaltiger Sachen.

Als neutraler Beobachter fragt man sich natürlich, wo die ganzen Dinge denn eigentlich herkommen? Die enttäuschten Gesichter und Reaktionen der Koffer-Ersteigerer könnten eine Antwort auf die Frage geben – hm? … vielleicht aus dem Koffer?

Geld machen mit Kofferversteigerungen? Von wegen …

Viele Menschen gehen zu einer Kofferversteigerung in der Hoffnung das große Los zu ziehen und beispielsweise einen Koffer voll Geld zu ersteigern, mitnichten – eher wird man einen Hasen aus dem Hut zaubern!

Leider setzt bei vielen Menschen bei dem Gedanken an plötzlichen Reichtum das rationelle Denken ein. Mit dem Zuschlag kommt zumeist auch schnell die Ernüchterung. Doch leider ist es nicht immer so, dass Menschen aus ihren Fehlern auch lernen, wenn sie Lehrgeld bezahlen.

Viele ersteigern bei der Kofferversteigerung nicht nur einen, sondern gleich mehrere Koffer und in diesem Fall haben sie es auch nicht anders verdient. Im Prinzip sind Auktionen jedoch eine tolle Sache. Vielleicht hat man Glück und kann das eine oder andere Schnäppchen ersteigern. Doch man sollte den Gegenstand der Begierde zuvor auch begutachten, abschätzen und vor allem auch sehen können.

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