So kann man einen guten Wein erkennen

Einen guten Wein erkennen ist im Grunde eigentlich ganz einfach: Man öffnet eine Weinflasche und schenkt ihn in ein Glas ein. Wenn der Wein gut aussieht und gut riecht und, was am wichtigsten ist, auch noch lecker schmeckt, dann handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch um einen guten Wein. Verwöhnt man seinen Gaumen gerne mit einem guten Wein, dann sollte man ein gutes Tröpfchen auch erkennen, doch bei dem vielfältigen Angebot an Weinen ist das besonders für ausgewiesene Nicht-Weinexperten kein leichtes Unterfangen.

So kann man einen guten Wein erkennen

Viele sind der Meinung, dass man bereits am Preis einen guten Wein erkennen kann. Bedingt stimmt das auch und man muss kein Weinexperte sein, um zu erkennen, dass ein relativ teurer Wein ab 12 Euro aller Voraussicht nach besser schmeckt als ein billiger Schaumwein oder eine Flasche Wein für 2 Euro aus dem Discounter. Ein Wein im mittleren Qualitätsbereich kostet in etwa 5 Euro. Qualität hat nun mal auch beim Wein ihren Preis, allerdings ist der Preis nicht unbedingt das ausschlaggebende Kriterium für einen guten Wein. Guten Wein erkennt man nicht unbedingt immer am Preis oder an der Aufmachung der Flasche und auch nicht an der blumigen Beschreibung. Man erkennt ihn durch seine eigenen Sinne, durch anschauen, riechen und vor allem durch schmecken!

Rotweine gibt es in verschiedenen Farben, vom leuchtenden Erdbeerrot bis hin zu tiefem Rubinrot, keinesfalls darf der Rotwein bräunlich aussehen. Ein violetter Farbton an der Oberfläche ist ein gutes Zeichen und zeugt von guter Qualität und Lagerungsfähigkeit. Ein guter Weißwein hat eine klare, bernsteinfarbene oder goldgelbe Farbe, bräunlich-gelb oder hochfarbig sollte er nicht aussehen. Generell gilt: je heller ein Wein ist, desto leichter ist er, je dunkler die Farbe, desto kräftiger oder älter der Wein. Am Kirchfenstertest kann man ebenfalls einen guten Wein erkennen: Läuft der beim Schwenken des Glases ein öliger Film in Schlieren an der Glaswand hinunter, ist das ein Indiz für einen hohen Alkoholgehalt und einen Wein von guter Qualität. Guter Wein sollte zudem klar sein und keine Schwebeteilchen enthalten.

Ein guter Wein hat auch einen guten Duft und sollte einfach nur frisch und fruchtig riechen und keinerlei störende Fremdnoten enthalten. Riecht der Wein gar schimmlig, modrig, ranzig oder irgendwie andersartig, dann sollte man ihn besser wegschütten und lieber nicht trinken. Riecht der Wein womöglich überhaupt nicht, dann ist er vermutlich noch zu kalt oder einfach nur von sehr geringer Qualität. Einen guten Wein erkennen tut man jedoch in erster Linie an seinem Geschmack! Den ersten Schluck vermischt man mit viel Luft, verteilt ihn auch am Gaumen und lässt ihn anschließend einen Augenblick lang im Mund wirken. Hat man seinen Eindruck von dem Tropfen gewonnen, kann man ihn anschließend runterschlucken. Je nachhaltiger der Geschmack des Weines wirkt, Weinkenner sprechen diesbezüglich von einem „Abgang“, desto besser ist seine Qualität. Jeder Wein schmeckt anders, wem was gefällt, ist natürlich auch Geschmackssache. Ein sehr hochwertiger und entsprechend teurer Wein sagt einem wegen zu viel Säure vielleicht nicht so sehr zu, wie eine günstigere Sorte. Das subjektive Empfinden spielt eben entscheidende Rolle.

Guten Wein erkennen & genießen

Um guten Wein erkennen zu können und sich als echten Weinexperten bezeichnen zu können braucht es vermutlich viele experimentierfreudige Jahre. Nur wer wirklich hochwertige Weine getrunken hat wessen Gaumen die spezifischen Eigenarten der verschiedenen Sorten kennt, weiß eines Tages die guten von den weniger guten Weinen zu unterscheiden. Guten Wein sollte man genießen und wie sagte Goethe so schön: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“

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