Geeignete Hunde für Allergiker

Die Statistik lügt nicht, der Hund ist das beliebteste Haustier in Deutschland (10,7 Mio.), dicht gefolgt vor der Katze (9,3 Mio.) und mit weitem Abstand vor den Nagetieren (2,8 Mio.) und Vögeln (2,6 Mio.). Das hat natürlich seinen Grund, es heißt nicht umsonst, dass der Hund der beste Freund des Menschen sei. Ein Hund liebt seinen Menschen abgöttisch. Er ist unheimlich treu, freut sich über Kleinigkeiten und vermittelt einfach nur pure Lebensfreude. Im Gegensatz zu uns Menschen ist ein Hund ein ehrliches Wesen; er zeigt seine wahren Emotionen und versteckt seine Gefühle nicht, dazu ist er auch gar nicht in der Lage.

Die Liebe eines Hundes zu seinem Menschen ist von Grund auf ehrlich, kein Wunder also, dass sich viele Menschen einen Hund halten und viele gerne einen Hund hätten, sich aber keinen anschaffen können, da sie gegen Hunde allergisch sind und eine Hundeallergie haben. Wer als Allergiker trotzdem einen Hund haben möchte, googelt eben mal schnell nach „Hunde für Allergiker“ und er wird tatsächlich fündig!

Wie entsteht die Hundeallergie?

Viele haben den Irrglauben, die Allergie käme durch die Hundehaare oder die Tierhaare im Allgemeinen, das ist jedoch nur bedingt richtig. Es sind nicht die Hundehaare, gegen die man allergisch ist, sondern gegen das, was dran ist: beispielsweise Talg, Hautschuppen, Speichel oder Urin. Die darin enthaltenen Proteine bewirken eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems, weil diese eigentlich harmlosen Stoffe als schädlich eingestuft werden. Die Resonanz sind die typischen allergischen Reaktionen wie Juckreiz, Hautausschlag, Niesen, Augentränen oder gar Atemnöte. Hunde verlieren natürlich auch Haare und dadurch werden die Proteine immer wieder aufs Neue in der Wohnung verteilt. Das brachte die Zuchtforschung auf die Idee, spezielle Hunde für Allergiker zu züchten, die so gut wie keine Haare verlieren.

Prominentes Beispiel: Obamas Tochter ist Hundeallergiker

Die Tochter vom US-Präsidenten ist ein ganz prominentes Beispiel für Hundeallergiker. Zu seinem Wahlsieg versprach der US-Präsident Barrack Obama seiner Tochter einen eigenen Hund im Weißen Haus. Die Familie Obama suchte nach einem „hypoallergenen“ Hund und fand ihn schließlich in Bo, einem portugiesischen Wasserhund. Es gibt tatsächlich Hunderassen, die als Hunde für Allergiker gelten und auch als solche gezüchtet und vermarktet werden. Verschiedene Wasserhunde, Bichons oder der Goldendoodle gelten als Hunde für Allergiker, ebenso sollten Pudel besonders allergikerfreundliche Hunde sein.

Hunde für Allergiker gibt es nicht!

Auch wenn der Wunsch nach einem eigenen Hund noch so groß ist, die bittere Wahrheit lautet: Es gibt keine Hunde für Allergiker! Mag sein, dass ein Hund keine oder kaum Haare verliert und dadurch als allergikerfreundlich gilt, die Proteine sind jedoch immer noch am Fell des Hundes vorhanden und man will ja schließlich keinen Sicherheitsabstand zu seinem Haustier halten müssen. Es hängt natürlich auch davon ab, wie ausgeprägt die Allergie gegenüber Hunden ist, zudem spielt die Psyche eine nicht zu unterschätzende Rolle.Wenn ein fester Glaube Berge versetzen kann, dann auch Allergien.

Glaubt man fest daran einen hypoallergenen Hund zu haben, könnte die Psyche das dem Immunsystem signalisieren und somit allergische Reaktionen gar nicht auftreten lassen. Umgekehrt funktioniert das genauso; wenn Hundehaare einen schon in Panik versetzen, überreagiert das Immunsystem natürlich schneller und intensiver. Manche Menschen reagieren nur auf bestimmte Rassen allergisch, warum das so ist, ist nicht bekannt und vermutlich ist hier auch die Psyche die Ursache. Die allergische Reaktion muss jedoch nicht sofort auftreten, sondern kann auch Tage später noch kommen.

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