So funktioniert eine Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist eine sehr alte Behandlungsmethode und wurde bereits eine lange Zeit vor Christus in der chinesischen Volksmedizin praktiziert. Doch nicht nur im alten China wusste man Blutegel zu schätzen, ebenso wurden sie von den Gelehrten im alten Griechenland sowie von Medizinern des persischen oder Römischen Reiches oder im alten Ägypten sehr geschätzt und gegen vielerlei Beschwerden und Erkrankungen effizient eingesetzt.

Der Legende nach gebar die als unfruchtbar geltende ägyptische Königin Kleopatra ihren Sohn Ptolemaios Kaisar erst, nachdem sie sich erfolgreich einer Blutegeltherapie unterzog. Große Heiler wie Hippokrates, Galen oder Avicenna behandelten Menschen erfolgreich mit Blutegeln und erzielten durch die wirkungsvollen Eigenschaften des Blutegel Speichels hervorragende medizinische Ergebnisse.

Blutegel sind kleine medizinische Wunder der Natur

Die kleinen Blutegel sind wahrlich ein medizinisches Wunder der Natur! Es gibt über 400 verschiedene Arten von Blutegeln, für die Blutegeltherapie werden jedoch nur medizinische Blutegel (Hirudo Medicinalis) oder seine Unterarten (Hirudo officinalis) verwendet. Die bis zu 4 cm großen und 4 Gramm schweren Blutegel werden an geeigneter Stelle am Körper angelegt und führen einen kleinen Aderlass herbei. Die Bisse sind nicht schmerzhaft und gleichen in etwa einem Ameisenbiss. In der Regel werden bis zu 10 Blutegel in einem Reagenzglas auf die Haut aufgesetzt bis sie „anbeißen“. Nach 30-60 Minuten sind sie „satt“ und fallen von selber wieder ab.

Ein Blutegel saugt in etwa 10-20 ml Blut aus und sondert während des Saugaktes durch seinen Speichel den gesamten Inhalt seiner Speicheldrüsen ab. Dabei gelangen hochkonzentrierte Wirkstoffe in Blutbahn, welche der Blutegel dem menschlichen Körper injiziert und die ihm sehr zugutekommen. Eine Blutegeltherapie zur Entlastung und Entgiftung des Körpers und fördert die Durchblutung und hilft bei Entzündungen und Thrombosen, lindert Schmerzen oder Schwellungen, stimuliert die inneren Organe und steigert die Immunität.

Nachdem der Blutegel seinen Saugvorgang abgeschlossen hat, findet an der Bissstelle noch eine Nachblutung statt. Das ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Blutegeltherapie und unbedingt von Nöten, damit eventuelle Keime aus der Wunde ausgespült werden können. Nach etwa 30 Minuten wird ein die Blutung kontrolliert und mit einem leichten Verband verschossen, die Nachblutungen dauern in der Regel 12-24 Stunden an. Wer eine Blutegeltherapie selber machen will und Blutegel kaufen möchte, kann diese in der Apotheke vorbestellen. Empfehlenswerter ist es jedoch, sich an einen Heilpraktiker oder an eine Naturheilpraxis zu wenden und sich dort vor der Blutegeltherapie ausgiebig beraten zu lassen.

Wann ist eine Blutegeltherapie sinnvoll?

Der Blutegelspeichel enthält sehr viele wirkungsvolle Inhaltsstoffe wie das gerinnungshemmende und gefäßerweiternde sowie entkrampfende Hirudin, von daher setzt man Blutegel gerne bei Stauungen und Zirkulationsstörungen von Körperflüssigkeiten (Blut und Lymphe) ein. Durch eine Blutegeltherapie lassen sich viele chronische Beschwerden oder Erkrankungen behandeln und heilen.

Durch eine Blutegeltherapie lassen sich sehr positive Ergebnisse bei Verspannungen, Rheuma, Migräne, Arthrose, Arthritis, Abszessen, Thrombose, Venenentzündungen, Bandscheibenproblemen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Furunkel, Gicht, Hämorrhoiden, Schilddrüsenüberfunktion erzielen.

Medizinische Blutegel werden auf speziellen Blutegel-Zuchtfarmen gezüchtet und werden wegen der Ansteckungsgefahr nur ein einziges Mal verwendet und danach entsorgt. Dieser Artikel dient lediglich zur Information. Bei gesundheitlichen Beschwerden, konsultieren Sie bitte immer Ihren Arzt oder Apotheker!

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