Tipps für ein besseres Gedächtnis

Wir leben in einer schnelllebigen Welt und unser Gehirn wird tagtäglich mit einer wahren Flut von Informationen gefüttert. Da fällt es einem nicht immer leicht, sich alles zu merken, denn viele Dinge vergisst man schnell oder streicht sie ungewollt ganz aus seinem Gedächtnis. Ohne Einkaufszettel ist man im Supermarkt verloren. Man kann sich keine Telefonnummern merken, vergisst Termine, Geburtsdaten, ja sogar Namen.

Klar, wozu gibt es Smartphones und Organizer? Aber durch die Zuhilfenahme technischer Geräte bekommt man nicht unbedingt ein besseres Gedächtnis – im Gegenteil! Je mehr man sich darauf verlässt, desto mehr ist man davon abhängig! Also sollte man lernen, geistig fit zu bleiben und sein Gedächtnis zu trainieren.

Wer körperlich fit ist, hat auch ein besseres Gedächtnis

Studien haben ergeben, dass das Lernen vor Prüfungen die beste Methode ist, um sein Gedächtnis zu trainieren. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn lernen konditioniert das Gehirn und das Gedächtnis.

Allerdings spielt auch die körperliche Kondition eine große Rolle, denn lernen strengt geistig ungemein an und geistige Anstrengung führt bei untrainierten Menschen schnell zu Müdigkeit und Schläfrigkeit. Wie immer ist Sport eine ausgezeichnete Möglichkeit dem entgegenzuwirken, denn Sport, Training und viel Bewegung an der frischen Luft tun nicht nur dem Körper, sondern auch dem Gehirn und dem Gedächtnis gut.

Wichtige Dinge merken, Unwichtiges nicht

Tagtäglich wird unser Gehirn mit Abermillionen von Eindrücken konfrontiert und es kann schon ganz gut zwischen wichtigen, weniger wichtigen und unwichtigen Dingen unterscheiden und speichert diese Informationen entweder im Langzeitgedächtnis oder Kurzzeitgedächtnis oder überhaupt nicht ab. Dieser Filter ist auch wichtig, denn das menschliche Gehirn ist in etwa vergleichbar mit einem Computer.

Müllt man diesen tagtäglich mit Unmengen von unbenötigten Daten voll, dann reicht der Speicherplatz irgendwann nicht mehr aus, der Prozessor ist überlastet und er funktioniert nicht mehr richtig oder nur noch ganz langsam.

Also sollte man sein Gehirn unterstützen und sich nur wichtige Informationen merken und bewusst abspeichern und Unwichtiges außen vor lassen. Da diese wichtigen Informationen allesamt auch miteinander verknüpft sind, wird es einem auch viel leichter fallen sich diese wieder ins Gedächtnis zu rufen und sich bei Bedarf wieder daran zu erinnern.

Stress wirkt sich negativ auf das Gedächtnis aus

Chronischen Stress sollte man tunlichst vermeiden, denn er hat einen sehr negativen Einfluss auf das Gedächtnis und die Erinnerung. Stress wirkt sich negativ auf die kognitiven Funktionen des Gehirns und beeinflusst somit unser Wahrnehmungsvermögen und auch unser Gedächtnis. Es gibt viele Mittel und Wege um Stress zu reduzieren oder Stress zu beseitigen.

Durch Yoga beispielsweise, durch Entspannung, Bewegung, Stressabbau durch Sport, Stretching, autogenes Training etc. Unglaublich aber wahr: Studien der University of Plymouth haben ergeben, dass das Kritzeln auf einem Blatt Papier während einer Vorlesung ungemein hilfreich ist, um sich vorgetragene Inhalte besser zu merken.

Die Probanden, welche während des Vortags mit einem Stift auf einem Blatt Papier herumkritzelten, konnten anschließend durchschnittlich 29% mehr von dem Inhalt wiedergeben und merken als die, welche nur still dasaßen und zuhörten. Die Begründung dafür ist denkbar einfach – wird das Gehirn beschäftigt, wie es bei der Kritzelei der Fall ist, dann bleibt es aktiv und ist dementsprechend auch aufnahmefähiger. Hört man während eines langweiligen Vortrags einfach nur zu, schaltet das Gehirn irgendwann einfach ab.

Ein besseres Gedächtnis durch Fremdsprachen

Ebenso haben Studien weitere interessante Fakten zutage gebracht, wie man sein Gehirn trainieren und somit auch ein besseres Gedächtnis bekommen kann. So ist es beispielsweise sehr hilfreich, wenn man neben seiner Muttersprache auch eine zweite Fremdsprache beherrscht. Fremdsprachen fördern ungemein das Arbeitsgedächtnis.

So lösen Kinder die mehrsprachig aufgewachsen sind komplexe Aufgaben deutlich schneller als Kinder, die nur ihre Muttersprache beherrschen. Ebenso interessant ist die Tatsache, dass sich Unterrichtsmaterialien besser lernen und merken lassen, wenn sie in einer veränderten anstatt nur in einer einfachen Schrift geschrieben sind.

Das menschliche Gehirn ist unglaublich leistungsfähig. Wie man sieht, will es aber auch beschäftigt werden. Wenn man vergesslich ist, sich oftmals nur schwer erinnern und sich viele Dinge nicht gut merken kann, dann sollte man versuchen das Gedächtnis tagtäglich durch kleine Übungen trainieren. Es zahlt sich aus!

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