Gichtdiät: Richtige Ernährung bei Gicht

Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung und entsteht durch Ablagerungen von Harnsäurekristallen in den Gelenken und im Gewebe. Gicht schädigt die Nieren und führt zu schmerzhaften und akuten Gichtattacken in den Gelenken.

Gicht wird durch entzündungshemmende Medikamente und Schmerzmittel behandelt, allerdings kann sich der Konsum bestimmter Lebensmittel bei Gichtbeschwerden sehr negativ auswirken und akute Gichtattacken und stärkere Schmerzen in den Gelenken hervorrufen.

Aus diesem Grund sollte man seine Ernährung bei Gicht umstellen und möglichst purinarme Lebensmittel zu sich nehmen. Eine sogenannte „Gichtdiät“ senkt die Harnsäurewerte und reduziert dadurch die Intensität der Gichtanfälle und allgemeinen Gichtbeschwerden.

Ernährung bei Gicht – folgende Lebensmittel sollte man meiden

Möchte man Ernährung bei Gicht umstellen, so sollte man auf stark Purin haltige Lebensmittel wie Schweinefleisch, Geflügel, Lamm-, Hammel- und Kaninchenfleisch verzichten und insbesondere keine tierischen Organe wie Leber, Nieren, Hirn oder Zunge essen.

Fische und Meeresfrüchte enthalten ebenso sehr viel Purin, das gilt insbesondere für Sardinen, Hering, Sardinen und Makrelen, danach folgen Thunfisch, Karpfen, Lachs, Kabeljau und Barsch. Meeresfrüchte wie Austern, Hummer, Krabben sollte man ebenfalls tunlichst vermeiden, da sie ebenfalls sehr große Mengen Purin enthalten.

Vollkornprodukte sind ja normalerweise ein fester Bestandteil gesunder Ernährung. Sie haben zwar ebenfalls eine niedrige Konzentration an Purinen, dennoch sind komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornreis, Vollkornbrot und Nudeln aus Vollkorn ein sehr guter Energiespender und äußerst förderlich für eine gute Verdauung.

Auf Zucker verzichten

Zur richtigen Ernährung bei Gicht gehört auch der weitest gehende Verzicht auf Zucker. Zucker enthält zwar nur geringe Mengen an Purin, übermäßiger Konsum erhöht allerdings das Risiko von Diabetes und Fettleibigkeit und das würde die Gichtbeschwerden erheblich verschlimmern. Zucker ist leicht ersetzen, beispielsweise durch Fruchtzucker und viel frisches Obst.

Bier enthält signifikante Mengen an Purinen, andere alkoholische Getränke auch – allerdings nicht im gleichen Ausmaß wie Bier. Doch in der Regel ist es so, dass der Alkohol die Produktion von Purinen im Körper erhöht und somit die schmerzhaften Symptome der Gicht beträchtlich steigert. Selbst manches gesunde Gemüse wie Spargel, Blumenkohl, Bohnen, Linsen, Erbsen und Spinat enthält sehr viel Purine und sollte von daher wenn überhaupt nur ein seltener Bestandteil der bewussten Ernährung bei Gicht sein.

Nachdem man diesen Artikel gelesen hat, fragt man sich natürlich, was man eigentlich noch essen darf und welche Ernährung bei Gicht vorteilhaft ist? Nun, zum einen darf und sollte man täglich viel Obst und Gemüse essen und dazu viel trinken. Milchprodukte sind ebenfalls kein tabu, solange sie sich nicht zu sehr auf die Figur auswirken und Übergewicht verursachen.

Allerdings gibt es auch Lebensmittel, denen eine sehr positive Wirkung bei Gicht nachgesagt wird, Erdbeeren, Karotten oder Tomaten beispielsweise, ebenso gehören Sellerie, Zwiebeln, Pflaumen und Cranberriesaft zu den gesunden Lebensmitteln bei Gichtbeschwerden.

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