Angst vorm Autofahren überwinden

Jeder Mensch hat Ängste und das ist auch vollkommen normal. Angst ist ein Urinstinkt und sichert schon seit Urzeiten unser unser Überleben, denn sie versetzt unseren Körper in wirklich bedrohlichen Situationen in Alarmbereitschaft und bereitet uns auf Flucht oder Verteidigung vor. Liegt allerdings keine reale Bedrohung vor und reagieren wir auf bestimmte Situationen übertrieben ängstlich, dann spricht man von einer Angststörung. So leiden beispielsweise sehr viele Menschen und mehrheitlich Frauen unter der Angst vorm Autofahren. Die Teilnahme am Straßenverkehr ist unbestritten mit gewissen Risiken verbunden und natürlich wird auch zur Vorsicht geraten, dennoch sollte man aus zweierlei Gründen seine Angst vorm Autofahren in den Griff kregen:

1.) Autofahren gehört zu den alltäglichsten Dingen des Lebens und mobil zu sein ist sehr komfortabel und erleichtert uns das Leben in vielerlei Hinsicht. Die Gefahr ist eben sehr groß, dass die Angst vorm Autofahren immer größer wird und dass man sich trotz gültigem Führerschein irgendwann gar nicht mehr hinters Steuer traut und mit seiner Mobilität auch ein erhebliches Stück seiner Lebensqualität verlieren würde.

2.) Wagt man sich trotz seiner Angst dennoch ans Steuer, dann besteht natürlich auch ein höheres Unfallrisiko. Man fährt übervorsichtig, bremst viel zu oft oder fährt unnötigerweise viel zu langsam und verleitet somit andere Verkehrsteilnehmer zu riskanten Überholmanövern. Angst lähmt und ein ängstlicher Autofahrer ist nun mal kein guter Autofahrer und ein erhebliches Risiko für sich und andere Verkehrsteilnehmer. Übernimmt die Angst während der Autofahrt die vollkommene Kontrolle über den Fahrer, dann besteht zudem auch noch die Gefahr einer Panikattacke.

Symptome der Angst

Eine Bekannte, die eine sehr gute Autofahrerin ist und bis dahin keinerlei Probleme mit dem Autofahren hatte, bekam eines Tages urplötzlich und scheinbar aus heiterem Himmel während der Autofahrt Angst. Diese Angst machte sich zunächst durch eine aufsteigende innere Unruhe bemerkbar, anschließend hatte sie das Gefühl, keine Luft mehr zu kriegen und ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Die Symptome glichen denen eines Herzinfarkts, dementsprechend steigerte sich die Angst einen Herzinfarkt am Steuer zu erleiden und aus Angst wurde Panik. Sie hatte panische Angst, die Kontrolle über sich und das Auto zu verlieren und somit sich und andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Was das Ganze noch viel schlimmer machte, war die Tatsache, dass sie Diabetikerin ist und während der Autofahrt auch noch Angst vor einer Unterzuckerung hatte.

Angst vorm Autofahren besiegen

Angst vorm Autofahren ist nicht unbedingt förderlich und vor allem dann nicht, wenn man zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit ein Kraftfahrzeug steuern muss, wie im Falle der Bekannten, die zum damaligen Zeitpunkt als Krankenschwester im ambulanten Pflegedienst tätig war und somit viel mit dem Auto unterwegs sein musste. Sie kam damit zurecht, weil sie jedes Mal an den Straßenrand oder auf einen Parkplatz fuhr, wenn die Panikattacken zu stark wurden, im Nachhinein bezeichnete sie das allerdings als Fehler, denn dadurch hätte sie sich ihrer Panik gebeugt und zugelassen, dass sie die Oberhand gewinnen würden. Heute hat sie keinerlei Angst vorm Autofahren mehr und das hat sie geschafft, indem sie sich ihrer Angst gestellt hat und sich jedes Mal bei aufsteigender Panik selbst gesagt hat, dass ihr nichts passieren kann und sie der Angst nicht die Kontrolle überlassen will. Mit jedem weiteren gefahrenen Kilometer wurde die Angst immer kleiner, bis sie schlussendlich gar nicht mehr vorhanden war.
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Meine Bekannte hat es zwar geschafft, ihre Angst vorm Autofahren selber zu besiegen, allerdings muss man auch dazu sagen, dass nicht jeder Mensch gleich tickt und das man diese Vorgehensweise keinesfalls als „Patentrezept“ ansehen sollte. Insbesondere Menschen, die aufgrund ihrer Angst vorm Autofahren bereits längere Zeit nicht mehr hinterm Steuer saßen, sollten von daher externe Hilfe in Anspruch nehmen um ihre Amaxophobie (Fahrangst) zu überwinden. Für Personen mit Fahrangst gibt es verschiedene Möglichkeiten und Anlaufstellen, so zum Beispiel spezialisierte Fahrschulen (Gruppenseminare, Gruppengespräche oder Einzelgespräche in der Fahrschule mit anschließendem fahrpraktischen Teil, bei dem es um die Konfrontation mit Angst auslösenden Situationen geht), oder die Verhaltenstherapie mit einem Psychotherapeuten.

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