Käse selber machen nach Rezept

Viele Dinge kann man ganz einfach selber herstellen und so ist es auch mit Käse. Käse selber machen ist viel einfacher als man glaubt und das sogar ohne Labtabletten. Man benötigt lediglich einen großen Kochtopf, ein Lebensmittelthermometer, 5 Liter Frischmilch, Apfelessig, Salz, ein Seihtuch, ein Sieb und eine Plastikschale als Käseform.

Käse selber machen: So geht`s!

Wenn man Käse selber machen möchte, verwendet man am besten Frischmilch bzw. Rohmilch direkt vom Bauern, ansonsten tut es auch die Frischmilch aus dem Supermarkt mit 3,9% Fettgehalt. H-Milch hingegen eignet sich nicht, um Käse selber herzustellen. 5 Liter Frischmilch ergeben in etwa ein halbes Kilo Käse. Dazu muss die Milch zunächst erhitzt werden. Dazu gibt man sie in einen großen Topf (ich verwende einen Einkochtopf mit Thermometer) und erhitzt sie unter ständigem Rühren auf 98°. Das konstante Rühren ist sehr wichtig, da die Milch ansonsten schnell verbrennt. Am besten ist es, man bleibt während des Kochvorgangs die ganze Zeit über am Herd und rührt fleißig um.

Nachdem das Thermometer 98° angezeigt hat, schaltet man den Herd aus und gibt 200 ml Apfelessig oder Zitronensaft dazu und rührt weiter, bis der Gerinnungsprozess einsetzt. Nun legt man das Seihtuch in ein geeignetes in ein Küchensieb hinein und gießt die geronnene Milch durch das Sieb ab und trennt so den Käse von der Molke. Nun muss der Käse noch gepresst und in Form gebracht werden, für so eine kleine Menge Käse reicht schon eine stabile Plastikschale. Allerdings sollte die Plastikschale ausreichend Löcher haben, damit die überflüssige Molke während des Pressvorgangs abfließen kann. Die Löcher kann man beispielsweise mit einer heißen Nadel ganz leicht selber einstechen.
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Nun muss der Käse in der Plastikschale noch gepresst werden. Durch das Pressen verliert er nochmals Flüssigkeit und gewinnt an Festigkeit, schließlich soll er ja nicht gleich auseinanderbröseln, sondern später nicht nur wie ein echter Käse schmecken, sondern auch genau so aussehen. Dazu beschwert man den Deckel des Plastikbehälters (sollte passgenau auf die Form zugeschnitten werden!) mit Gewichten (2-Kilo) und erhöht das Gewicht nach etwa 12 Stunden um weitere 1-2 Kilo. Nach insgesamt 24 Stunden kann der Käse aus dem Behälter entnommen werden und theoretisch ist er da schon zum Verzehr fertig, allerdings sollte ein guter Käse auch reifen. Käse selber machen ist eigentlich ganz einfach, die Kunst ist es, den Käse richtig zu lagern und ihn reifen zu lassen, doch das ist eine andere Geschichte.

Unseren Käse konservieren wir auf die wohl einfachste Art und Weise, nämlich in einer Salzlake aus 150 Gramm Salz und 1 Liter Wasser. Der Käse reift in der Salzlake weiter und ist im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar und schmeckt genau so wie ein Weichkäse in Salzlake schmecken soll. Käse selber machen ist ganz simpel, möchte man allerdings anstatt Weichkäse in Salzlake lieber Hartkäse herstellen, so braucht man beispielsweise noch weiteres Equipment wie eine Reifebox und einen Luftfeuchtigkeitsmesser und das entsprechende Know-how wie man einen Käse richtig reifen lässt und entsprechend einlagert. Das ist schon bedeutend schwieriger und eine ganz andere Liga.