Die 7 Todsünden (Hauptlaster)

Bevor wir uns mit dem Thema Todsünde auseinandersetzen, setzen wir uns zunächst einmal mit dem Thema „Gott“ auseinander. Ob man nun an Gott und die 7 Todsünden glaubt oder nicht, spielt keine wesentliche Rolle. Bezeichnen wir Gott einfach mal als Schöpfung und sehen ihn als etwas, was uns Menschen übergeordnet ist, so wie wir Menschen einer Tomatenpflanze übergeordnet sind.

Wir setzen ein Saatkorn in die Erde, und wenn wir die Tomate nicht regelmäßig ausgeizen und einen Stock danebensetzen, dann wächst sie schief und in alle erdenklichen Richtungen. Genauso haben wir Menschen einen Stock gesetzt bekommen. Ob wir uns daran halten oder nicht, das bleibt uns überlassen. Unser Stock sind die Regeln, die uns mit auf den Weg gegeben wurden.

Darum sollte man versuchen ein guter Mensch zu sein

Wenn wir gegen die Regeln Gottes verstoßen, dann sündigen wir und Sünder kommen in die Hölle und nicht in den Himmel. Nicht jeder glaubt daran, wirklich aufrichtig ist vielleicht nur eine Minderheit der Menschheit von diesen gottgegebenen Fakten überzeugt. Wer allerdings schwere Sünden begeht, wird auch in diesem „irdischen“ Leben selten glücklich und Sünden entstehen durch schlechte Charaktereigenschaften, die sogenannten 7 Hauptlaster, die umgangssprachlich auch als die 7 Todsünden bezeichnet werden.

Die 7 Todsünden führen uns Menschen in die Versuchung, Versuchung führt zur schweren Sünde und somit in die Hölle – alles klar! Doch dieser Artikel dient nicht der Bekehrung. Er ist an diejenigen gerichtet, die zwar nicht an Gott glauben, dennoch aus Eigeninteresse die Versuchung und die 7 Todsünden tunlichst vermeiden sollten. Doch was sind die 7 Todsünden, welche schlechten Charaktereigenschaften machen uns zu schlechten Menschen sorgen dafür, dass wir uns im Endeffekt dadurch selber im Weg stehen?

Die 7 Todsünden: Hochmut (Superbia)

Jeder kennt den Spruch: „Hochmut kommt vor dem Fall“. Hochmütige Menschen haben oftmals eher Neider als Freunde, sie sind sehr eitel und werden von übertriebenem Stolz und Übermut geleitet. Diese schlechten Charaktereigenschaften sind eine Antriebsfeder, die zu nichts Gutem führt. Ein hochmütiger Mensch ist anmaßend, überheblich, arrogant und eingebildet und verliert mit der Zeit den Blick für das Wesentliche und durch die soziale Distanz irgendwann auch die Zuneigung seiner Mitmenschen. Das Gegenteil von Hochmut ist die Demut.

Die 7 Todsünden: Geiz (Avaritia)

Sparsamkeit ist zwar eine Tugend, Geiz ist allerdings nicht nur eine schlechte Charaktereigenschaft, sondern ebenso eines der 7 Hauptlaster. Wer sein Glück nur in materiellen Dingen und vor allem im Geld sieht und nur ungerne mit anderen Menschen teilt, der wird irgendwann eine innere Leere verspüren, deren Ursache er nicht auf den Grund kommen wird. Übertriebener Geiz kann zwanghaft werden und außerdem kann sich dieser Zwang irgendwann sogar gegen einen selbst richten.

Die 7 Todsünden: Wollust (Luxuria)

Führt man ein ausschweifendes und genusssüchtiges Sexleben, dann macht das sicherlich eine Zeit lang großen Spaß. Man sollte aber auch bedenken, was ein Leben ohne Moral und mit viel freier Liebe auch noch für Konsequenzen mit sich bringt? Neben der drohenden Ansteckungsgefahr stumpft man mit jedem weiteren Sexualpartner ein Stückchen ab und wird unfähiger für die wahre Liebe, schlussendlich führt das auch zu vielen ungewollten Schwangerschaften und zu Kindern, die keine Väter haben.

Die 7 Todsünden: Zorn (Ira)

Zorn ist eine sehr schlechte Charaktereigenschaft, denn wenn wir zornig, rachsüchtig oder wütend sind, dann handeln wir impulsiv und selten nach unserem rationellem Denkvermögen. Zorn führt dazu, dass wir die Kontrolle über uns verlieren und Dinge tun oder sagen, die wir schlussendlich meistens bereuen. Der Mensch sollte immer Herr seiner Gefühle sein und sein Denken und Handeln dementsprechend ausrichten.

Die 7 Todsünden: Völlerei (Gula)

Die Gefräßigkeit bedeutet undankbar gegenüber Gott und der Gabe des Lebens zu sein und ist somit auch ein Hauptlaster, allerdings schadet man sich durch die eigene Fresssucht eher selbst als Gott. Wer wahllos und maßlos Essen in sich reinstopft, sieht irgendwann auch dementsprechend aus und verbringt sein Leben in einem Körper, der ihn regelrecht quält. Übertrieben dicke Menschen sind nicht glücklich mit ihrem Körper und sie fühlen sich auch nicht wohl. Sie belügen sich selbst und sagen das, weil sie sich einfach aufgegeben haben.

Die 7 Todsünden: Neid (Invidia)

Neid ist eine emotionale Empfindung, die Menschen gegenüber besser gestellten Menschen empfinden. Menschen sind oftmals sehr selbstgerecht und der Neid bestärkt sie in dem Gefühl, dass dieses sehr ungerecht sei. Aus Neid resultieren Missgunst und Eifersucht auf den Besitz, Status oder die Privilegien anderer – und schlussendlich schadet man sich dadurch nur selbst. Neid kann einen Menschen zerfressen und ist mit Sicherheit keine Antriebsfeder für den Erfolg. Viel eher sollte man sich selbst hinterfragen und sich die Frage stellen, wie man es selbst zu etwas bringen oder ein bestimmtes Ziel erreichen kann?

Die 7 Todsünden: Faulheit (Acedia)

Ohne Fleiß kein Preis, vor den Erfolg hat der liebe Gott nun mal den Schweiß gesetzt, wer etwas im Leben erreichen möchte, der muss halt auch was dafür tun, das ist Fakt! Die Faulheit ist eine sehr schlechte Charaktereigenschaft, denn sie führt schlussendlich zu nichts Gutem. Erinnern Sie sich noch an die Tomatenpflanze? Selbst diese dreht sich den ganzen Tag zur Sonne und tut was dafür, damit sie wächst und gedeiht und nicht kümmerlich eingeht.

Wie gesagt, der Glauben an Gott ist viel mehr als Himmel und Hölle und in der Bibel wird man viele praktische Beispiele finden, die man auch als Atheist quasi als „Gebrauchsanleitung für das menschliche Leben“ interpretieren kann. Die 7 Todsünden sind nur ein Beispiel dafür.

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