Der Eiffelturm von Paris und seine Geschichte

Die Geschichte des Eiffelturms ist wirklich einzigartig, denn im Gegensatz zu anderen Türmen und Projekten, die in der gleichen Zeit gebaut wurden, wurde der Eiffelturm hauptsächlich aus dem Grund gebaut, um alle anderen Bauten dieser Epoche zu übertreffen und sich von ihnen zu unterscheiden.

Errichtet wurde das monumentale Bauwerk zwischen den Jahren 1887 bis 1889 und es diente als Eingangsportal und Aussichtsturm für die Pariser Weltausstellung zur Erinnerung an den 100. Jahrestag der Französischen Revolution. Die ursprüngliche Idee war es eigentlich, nur ein temporäres Bauwerk für die Dauer der Weltausstellung zu errichten, doch wie wir alle wissen, kam es anders.

Das Konstrukt trägt den Namen seines Erbauers und wurde nach dem französischen Ingenieur Gustave Eiffel benannt. Die Franzosen haben übrigens großes Glück, dass die Spanier nicht unbedingt begeistert von Eiffels Plänen für sein Konstrukt waren, als sie dieser einige Zeit zuvor einer Kommission in Barcelona vorlegte. Zu teuer und zu nutzlos, hieß es damals seitens der Spanier.

Der Eiffelturm als Pariser Wahrzeichen

Nachdem die Spanier den Bau des Eiffelturms ablehnten, präsentierte Gustave Eiffel seine Pläne den Franzosen, welche das Potenzial der Konstruktion sofort erkannten und das Projekt in die Tat umsetzten. Nachdem der Eiffelturm im Jahr 1989 fertiggestellt war, stieß er bei den Franzosen zunächst einmal auf sehr wenig Gegenliebe – er wurde mitunter auch als hässliches, nutzloses und monströses Debakel bezeichnet.

Doch während der Weltausstellung drehte sich das Blatt sehr zum Positiven und der Eiffelturm eroberte schnell die Herzen der Besucher. Das lag vor allem daran, dass man mittels Aufzügen auf die Plattform gelangen konnte und von dort einen herrlichen und einmaligen Ausblick über Paris hatte. Fortan war der Eiffelturm das Wahrzeichen der Stadt Paris und zudem noch ein wirtschaftlicher Erfolg – innerhalb von einem Jahr haben sich die Baukosten bereits amortisiert.

Im Jahr 1909 stand der Eiffelturm kurz vor dem Abriss und die Geschichte des Eiffelturms hätte aufgrund der damaligen Bebauungsgesetze beinahe ein jähes Ende genommen. Erlaubt waren nämlich nur Bauwerke mit bis zu 7 Stockwerken, der Pariser Eiffelturm hatte 20. Zu dieser Zeit war der Eiffelturm jedoch nicht nur ein Wahrzeichen der Stadt Paris geworden, sondern repräsentierte ganz Frankreich, sodass ein Abriss von der Regierung verhindert wurde.

Daten und Fakten zum Pariser Eiffelturm

Das Gebäude ist ohne Turmspitze und Antenne 300 Meter hoch und hat eine Grundfläche von 40 m². Die Stahlkonstruktion besteht aus 1.500 Einzelteilen, die von über 500.000 Nieten zusammengehalten werden. Insgesamt besteht der Turm aus 3 Etagen, wobei sich die höchste Etage in 276,13 Metern Höhe befindet.

Während man die ersten beiden Etagen wahlweise über auch über eine Treppe erreichen kann, ist die ebenfalls öffentlich zugängliche dritte Etage nur über den Aufzug zu erreichen. Die vier massiven Stützpfeiler des Eiffelturms sind jeweils nach einer der vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ein großer Vorteil der offenen Architektur des Turms ist seine hohe Beständigkeit gegen starke Winde. Bis zum Jahre 1931 durfte sich der Eiffelturm sogar als höchstes Gebäude der Welt bezeichnen, ehe in diesem Jahr in den USA das Empire State Building errichtet wurde.

Mit fast 7 Millionen Besuchern ist der Eiffelturm eines der meistbesuchtesten Wahrzeichen der Welt und eine sehr lukrative Einnahmequelle. Der Eiffelturm gehört zudem noch zu den wenigen Sehenswürdigkeiten Frankreichs, die ganz ohne staatliche Subventionen auskommen.

https://zukunftswochen.de/outdoorkitche/