Dentalphobie: Was tun gegen die Angst vor dem Zahnarzt?

Niemand geht wirklich gerne zum Zahnarzt und Menschen mit einer Dentalphobie schon gar nicht! Es ist eben ein sehr unbehagliches Gefühl mit weit aufgerissenem Mund auf einem Behandlungsstuhl zu sitzen und sich an den Zähnen rumdoktern zu lassen. Trotz allem ist es eine Notwendigkeit, wer aufgrund einer Dentalphobie nicht zum Zahnarzt geht, leidet nicht nur an Karies, Zahnstein und Mundgeruch, sondern oftmals auch unter schlimmen Zahnschmerzen, Zahnfleischschwund und riskiert den frühzeitigen Verlust seiner kompletten Zähne.

Die Dentalphobie treibt viele Menschen bei auftretenden Zahnschmerzen auch zur regelmäßigen Einnahme von Schmerztabletten, dieses wiederum kann zur Medikamentenabhängigkeit führen. Die Angst vor dem Zahnarzt treibt Menschen mit schlechten Zähnen auch oftmals in die Isolation. Wer schlechte Zähne hat, verbirgt dieses gerne und traut sich nicht zu lächeln oder gar zu sprechen. Mittlerweile leidet sogar jeder zehnte neben der Dentalphobie zusätzlich an einer Depression.

Dentalphobie – die Ursachen

Warum haben Menschen mit einer Dentalphobie panische Angst vor dem Zahnarzt? Ein Drittel aller Betroffenen hat Angst vor der Spritze, wohingegen bei den meisten Menschen mit Dentalphobie die Ängste aus einer schmerzhaften Zahnbehandlung aus der Vergangenheit entstanden sind. Im Laufe der Zeit ist aus der Angst vor dem Zahnarzt eine Dentalphobie geworden, besonders wenn man diese schmerzhafte Zahnbehandlung in der Kindheit erfahren musste. Oftmals spielen die Eltern auch eine ganz wichtige Rolle. Haben die Eltern bereits Angst vor dem Zahnarzt gehabt, überträgt sich dieses Verhalten logischerweise auch auf die Kinder. Selbst wenn man Angst vor dem Zahnarzt hat, sollte man das seinen Kinden gegenüber nicht offen zeigen.

Die Angst vom Zahnarzt therapieren

Die Angst vor dem Zahnarzt kann man therapieren. In den meisten Fällen von Dentalphobie verschwinden diese Ängste genauso, wie sie gekommen sind. Ziel der Therapie ist es, dass der Patient ohne irgendwelche Ängste, Phobien oder schlimmen Befürchtungen zu haben wieder auf dem Zahnarztstuhl platz nehmen kann. Bei einer Therapie wird der Betroffene mit seiner Dentalphobie konfrontiert, das bedeutet, er sieht sich Videos von Zahnbehandlungen und Behandlungsinstrumenten an oder er muss im Telefonbuch einen Zahnarzt suchen, dort anrufen und einen Termin vereinbaren. Die betroffene Person stellt sich verschiedene Situationen beim Zahnarzt möglichst lebhaft vor und muss diese in verschiedene Angsthierarchien einteilen. Nach und nach werden diese Hierarchien abgearbeitet, bis keine mehr vorhanden sind und die Angst vom Zahnarzt verschwunden ist und keine Panik mehr beim Betroffenen auslöst.

Die Hypnosebehandlung beim Zahnarzt

Kann man trotz Therapie die Angst vor dem Zahnarzt und seine Dentalphobie nicht überwinden können, so sollte man vielleicht eine Zahnarztbehandlung unter Hypnose in Betracht ziehen. Zwar ist nicht jeder Patient für Hypnose empfänglich, doch wenn es funktioniert, fühlt sich der Patient während der Behandlung sogar wohl. Er ist vollkommen entspannt, hat einen ruhigen Puls und einen niedrigen Blutdruck, eine tiefe Atmung und keinerlei Ängste oder Befürchtungen. Durch die Hypnose benötigen die Patienten zudem deutlich weniger Schmerzmittel, um die Schmerzen zu ertragen.

Hier sollte man sich bei der Zahnärztekammer kundig machen, welche Zahnärzte eine Hypnosebehandlung durchführen. Die Kosten für die Hypnose (80-100 Euro) werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Ein Zahnarztbesuch ist gar nicht so schlimm und oftmals fragen sich Dentalphobiker nach einem Zahnarztbesuch, vor was sie eigentlich so eine große Angst hatten? Mit jedem Zahnarztbesuch wird die Angst kleiner, die Zähne schöner und das Lächeln strahlender!

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