Darf man Fisch in der Schwangerschaft essen?

Frauen sollten in der Schwangerschaft ganz besonders auf ihre Ernährung achten. Manches sollte man als Schwangere nicht essen, anderes dafür umso mehr. Meeresfrüchte und Fisch in der Schwangerschaft ist ein Thema, das viele Frauen beschäftigt. Warum sollten Schwangere beispielsweise keinen Schwertfisch oder Makrelen essen? Ist Thunfisch essen erlaubt? Enthalten alle Fische für Babys schädliches Methylquecksilber? Hier versuchen wir, alle relevanten Fragen zum Thema Fisch in der Schwangerschaft zu beantworten.

Guter Fisch für Schwangere

Fisch enthält den Eiweißbaustein Trythophan, der als „Gute-Laune-Hormon“ bekannt ist und sehr viel Omega-3-Fettsäuren und das hat sehr positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Erwachsenen, Kindern und ungeborenen Babys. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für das Wachstum und die körperliche Entwicklung. Omega-3-Fettsäuren senken den Blutdruck und wirken sich positiv auf den Choleserinspiegel aus, schützen das Herz und die Gefäße, senken das Risiko für Asthma und Allergien, wirken entzündungshemmend, helfen Babys bereits im Mutterleib bei der Entwicklung des Gehirns und außerdem tragen sie auch noch zur Verbesserung des Denkvermögens bei und erleichtern somit Lernprozesse und dergleichen. Der Organismus ist außerstande, diese guten Fette selbst zu produzieren, sodass sie nur über die Nahrung aufgenommen werden können und fettige Fische enthalten eben sehr viel Omega-3-Fettsäuren. Viele Frauen meiden jedoch fettigen Fisch in der Schwangerschaft, weil sie eben Angst vor besagtem Methylquecksilber haben.

Schwangeren Frauen wird wird von der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) dennoch empfohlen, zwei gründlich gegarte (See-)Fisch-Portionen wöchentlich zu essen. Eine Portion entspricht etwa 150 – 200 g Fisch. Allerdings sollte man nicht jeden Fisch essen, größere Fische und Raubfische (Hai, Buttermakrele, Aal, Steinbeißer, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht, Seeteufel, Thunfisch) sind beispielsweise weitaus höher mit Quecksilber belastet als kleinere Friedfische und von daher in der Schwangerschaft absolut tabu. Für schwangere Frauen sind folgende Fische sehr empfehlenswert: Sardine, Scholle, Seehecht und Hering sowie (gut durchgegarte) Meeresfrüchte. Diese Arten enthalten nicht nur sehr viel Omega-3-Fettsäuren, sondern darüber hinaus auch noch sehr viel Vitamin D, Jod und Selen, alles Nährstoffe, die besonders in der Schwangerschaft sehr wichtig sind.

Wie gelangt das Quecksilber überhaupt in den Fisch?

Quecksilber im Thermometer ist eine Sache, im Essen ist es eine andere und Schwangere sollten sich der Gefahren des Verzehrs von Fischen mit hohem Quecksilbergehalt in jedem Fall bewusst sein. Quecksilber entsteht durch die industrielle Verschmutzung und gelangt direkt oder indirekt über die Luft in die Bäche, Flüsse und Ozeane und somit die natürlichen Lebensräume der Fische hinein. Kleinere Fischarten, die am Ende der Nahrungskette stehen, sind weitaus geringer belastet als größere Raubfische, folglich reichert sich der Quecksilbergehalt in manchen Arten mehr an als in anderen, je nachdem, was der Fisch frisst. Über die Plazenta gelangt das Quecksilber in das Blut und das Nervensystem des Babys das kann insbesondere in höheren Konzentrationensehr schädlich für das Nervensystem des Babys sein. Selbst kleinere Mengen von Quecksilber können Auswirkungen auf das Nervensystem haben und zu späteren Entwicklungsstörungen führen.

Geräucherter Fisch in der Schwangerschaft

Schwangere sollten um geräucherten Fisch in der Schwangerschaft einen Boden machen, denn geräucherter Fisch und andere rohe tierische Lebensmittel wie zum Beispiel roher Lachs können mit Bakterien (Toxoplasmen, Listerien) befallen sein und die für Schwangere und Ungeborene sehr gefährliche Infektionskrankheit Listeriose verursachen. Ob gebacken, gebraten oder gedünstet – darum ist es sehr wichtig, Fisch in der Schwangerschaft immer gut durchzugaren. Darüber hinaus enthält geräucherter Fisch durch die Verarbeitung sehr viel Salz und somit einen extrem hohen Natriumgehalt, was ebenfalls sehr ungesund für Schwangere und ihr Baby ist.

Tipps zu Fisch in der Schwangerschaft

1.) Generell sind die Ozeane weniger belastet als Flüsse und Seen. Essen Sie nach Möglichkeit lieber Meeresfische anstatt Süßwasserfische, allerdings keine größeren Fische oder Raubfische.

2.) Essen Sie keinen rohen Fisch wie z.B Sushi oder Ähnliches. Fisch sollte immer gut durchgegart sein.

3.) Kaufen Sie keinen vakuumverpackten Fisch, sondern nur frischen Fisch aus kontrollierter Zucht beim Fischhändler ihres Vertrauens.

4.) Diese Fische sind in der Schwangerschaft absolut tabu: Hai, Schwertfisch, Rotbarsch, Stör, Hecht, Steinbeißer, Barsch, Heilbutt, Thunfisch und Seeteufel.

5.) Sprechen Sie auch mit ihrem Arzt über das Thema „Fisch in der Schwangerschaft“ und halten Sie sich und achten Sie bereits vor der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit auf ihre Ernährung.

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