Eine Mutter Kind Kur beantragen

Mutter zu sein ist nicht immer einfach, denn es ist ein Fulltime-Job und nicht selten ist man als Mutter mit dieser Last einfach überfordert. Die seelischen und körperlichen Beschwerden (Erkrankungen des Bewegungsapparates, psychosomatische Erkrankungen, Depressionen, Burn-out, Anpassungsstörungen, Atemwegserkrankungen, Adipositas etc.) nehmen zu und oftmals leiden auch die eigenen Kinder darunter. Betroffenen Frauen empfiehlt sich von daher eine Mutter Kind Kur ganz besonders. Wird das Kind nicht mitbehandelt, darf es auch als gesunde Begleitperson mit, wenn zu Hause keine Betreuung möglich ist.

Sinn und Zweck der Mutter Kind Kur

Eine Mutter Kind Kur dient nicht nur der Rehabilitation, sondern auch zur Vorsorge. Leidet man beispielsweise unter Übergewicht, ist das ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, in diesem Fall stehen die Gewichtsreduktion durch ein straffes Bewegungsprogramm, eine Ernährungsumstellung sowie kompetente Ernährungsberatung an.

Ist ein gesundheitlicher Schaden bereits eingetreten, wird anhand verschiedener Reha-Maßnahmen versucht die Folgen zu verbessern. Betreut wird man in Einzel- sowie Gruppentherapien von medizinischen Spezialisten, Ärzten und Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, und Ernährungsberatern.

Wann kann man eine Mutter Kind Kur beantragen?

Grundsätzlich kann man eine Mutter Kind Kur beantragen, wenn bei Mutter (oder Vater) eine Kurbedürftigkeit vorliegt, also körperliche und seelische Störungen vorliegen, die eine entsprechende Gesundheitsvorsorge erforderlich machen. Diese müssen vom Arzt befürwortet und entsprechend attestiert werden..

Damit das Kind mit darf, sollte aus ärztlicher Sicht auch beim Kind (oder den Kindern!) eine Behandlungsbedürftigkeit vorliegen oder eine Trennung vom Elternteil als unzumutbar angesehen werden, beispielsweise weil eine Versorgung des Kindes zu Hause ausgeschlossen ist. Antrag und Attest gehen zur Prüfung und Genehmigung zur Krankenkasse und zum medizinischen Dienst der Krankenversicherung.

Wer bezahlt die Mutter Kind Kur?

Möchte man eine Mutter Kind Kur beantragen, braucht man neben dem ärztlichen Attest natürlich auch einen Antrag, den erhält man in der Regel auf Nachfrage bei seiner Krankenkasse. Den ausgefüllten Antrag samt Attest schickt man zur Prüfung an die Krankenkasse und zum medizinischen Dienst der Krankenversicherung.

Wird die Mutter Kind Kur von der Krankenkasse bewilligt, so werden die Kosten bis auf einen Eigenanteil von 10 Euro/Tag von der Krankenkasse übernommen. Eine Mutter Kind Kur dauert in der Regel 3 Wochen, kann in medizinisch notwendigen Fällen von der Klinik aus jedoch auch verlängert werden.

Wann sollte man eine Mutter Kind Kur beantragen?

Wer eine Mutter Kind Kur machen möchte, sollte positive Veränderungen und Verbesserungen seinen gesundheitlichen Zustandes anstreben und die Kur keinesfalls als Urlaub oder Selbstläufer ansehen. Ohne Eigenmotivation und die eigene Mitarbeit und Bereitschaft zur Kooperation bringt die beste Kur herzlich wenig und man sollte sich vielleicht überlegen, ob man den Kurplatz nicht doch jemandem überlässt, der diesen vielleicht dringender benötigt?

Ist man als Frau psychisch stark belastet oder gesundheitlich angeschlagen, sollte man eine Mutter Kind Kur in jedem Fall in Erwägung ziehen und seinen Hausarzt oder eine entsprechende Beratungsstelle zur Müttergenesung (z. B. Caritasverband) konsultieren und dort die weiteren Schritte besprechen.

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