Anarchie: So würden wir ohne Gesetz, Recht & Ordnung leben

Wir leben in Deutschland in einem Rechtsstaat und müssen uns den Gesetzen und der Staatsgewalt beugen. Obwohl es uns in Deutschland viel besser geht als den Menschen in den meisten anderen Staaten und Ländern dieser Erde, passt der Staat vielen nicht und sie wünschen sich eine Anarchie.

Doch was würde passieren, wenn es morgen plötzlich keinen Staat mehr geben würde, keine verwaltende Ordnung, kein Gesetz und keine Verbote? Wie würde ein Leben in einem Staat aussehen, in dem es keine Gesetze mehr gibt und nur noch das Recht des Stärkeren gilt? Wenn jeder das machen kann, was er will, dann herrscht Anarchie. Doch was wären die Folgen davon?

Die Folgen einer Anarchie

Zunächst einmal sollten alle Anarchisten bedenken, das Geld plötzlich nichts mehr wert wäre. Doch wozu braucht man denn Geld, wenn man sich straffrei alles nehmen und sämtliche Läden plündern könnte? Nun, die Regale wären ziemlich schnell leer und mit Sicherheit stände man mit dieser Idee nicht alleine da.

Sind alle Schaufensterscheiben zerbrochen und alle Läden restlos leer geplündert, dann bleiben die Regale leer, schließlich gibt in der Anarchie es keine Industrie mehr, welche die zum Leben benötigten Konsumgüter produziert die verkauft werden können. Einige fleißige Menschen produzieren jedoch weiter, Bauern beispielsweise. Sie produzieren Güter und betreiben untereinander regen Tauschhandel. Nun hat der Anarchist zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit A: Er plündert weiter und bringt den fleißigen Bauern um seinen Erwerb.
Möglichkeit B: Er wird selbst zum fleißigen Bauern.

Beide Möglichkeiten haben natürlich Vor- und Nachteile. Entweder wird man selbst zum fleißigen Bauern, arbeitet hart und produziert Güter, oder man entscheidet sich, ein anarchistischer Plünderer zu werden. Dann sollte man allerdings bedenken, dass in einer Anarchie lediglich das Recht des Stärkeren gilt und kein Bauer wird so dumm sein, Waren und Güter ohne jeglichen Schutz und unter hohem Risiko zu produzieren.

Der Bauer wird sich einem Clan anschließen, so wie es die meisten anderen verbliebenen Menschen in der Anarchie tun würden und wenn sich die Menschen in Clans zusammenschließen, dann wäre dies das Ende der Anarchie und der Beginn einer verwaltenden Ordnung mit neuen Gesetzen. Eine Anarchie wäre also nur temporär möglich.

Anarchisten verstehen unter der Anarchie ein Leben ohne jegliche den Menschen unterdrückende Autoritäten wie zum Beispiel eine zentrale Regierung oder eine verwaltende Ordnung. In der Realität mag das vielleicht auf einer kleinen Insel mit 10 Bewohnern klappen, keinesfalls jedoch in besiedelten Gebieten mit höherer Population.

Dass Menschen in einer Anarchie friedlich zusammenleben könnten, ist ebenfalls pures Wunschdenken und wer dieses glaubt, der dürfte mehr als nur blauäugig sein. Eine verwaltende Ordnung garantiert nicht nur eine funktionierende Gesellschaft, sondern auch Sicherheit und somit auch eine deutlich höhere Lebenserwartung.

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