Schokoladensucht bekämpfen: Tipps gegen Schokogelüste

Schokolade schmeckt lecker, da brauchen wir nicht drum herumreden – allerdings hat die süße Versuchung auch so ihre Schattenseiten und das nicht zu knapp. Besonders der regelmäßige und übermäßige Verzehr von Schokolade macht sich gesundheitlich sowie ästhetisch bemerkbar. Auch wenn sich der Begriff „Schokoladensucht“ irgendwie harmlos anhört, die Konsequenzen daraus sind es auf gar keinen Fall! Mit der Schokoladensucht ist es wie mit allen anderen Süchten auch. Sie tun einem Menschen nicht gut und im Prinzip weiß man das auch ganz genau und würde es auch gerne ändern und seine Schokoladensucht bekämpfen – wenn die Versuchung nur nicht so groß, und der Wille gleichzeitig so schwach wäre …

Was ist Schokolade überhaupt?

Man kann seine Feine vernichten, indem man sie sich zu Freunden macht. Das jedoch gilt nicht für Schokolade. Hierbei gilt die Devise, dass man seinen Feind kennen sollte um ihn zu vernichten, denn Schokolade ist nichts anderes als genau das, nämlich ein Feind für den Körper, die Gesundheit und das eigene Ich! Eines haben alle Schokoladensorten gemeinsam: Schokolade enthält viel Fett und Zucker und somit auch viele Kalorien. Eine Tafel Schokolade enthält im Schnitt 500 Kalorien, was bereits ein Viertel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen deckt. Die schlimmste Kalorienbombe ist die weiße Schokolade: 100 Gramm enthalten 63 Gramm Zucker und 30 Gramm Fett.

Macht Schokolade wirklich glücklich?

Schokolade wird ein stimmungsaufhellender Effekt nachgesagt, viele behaupten sogar dass Schokolade glücklich machen würde und bedingt stimmt das sogar. Und genau hier liegt der Hund begraben: Warum soll man seine Schokoladensucht bekämpfen, wenn doch Schokolade etwas ist, was einen glücklich und zufrieden macht? Nun, ganz einfach – das Glücksgefühl, welches Schokolade verursacht, währt nur einen klitzekleinen Moment lang. Die Folgen von Schokoladensucht sind Übergewicht samt Folgeerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Karies und schlechte Zähne, Schlafstörungen, unreine Haut und Akne sowie ein insgesamt unästhetisches Gesamtbild beim Blick in den Spiegel.

Wiegt das alles diesen kurzen Glücksmoment wirklich auf, wenn man eine Tafel Schokolade isst? Schokolade täuscht das Glück nur vor, denn beim Verzehr von Süßem aktiviert unser Gehirn das Belohnungssystem und der Neurotransmitter schüttet Dopamin sowie Endorphine aus. Dopamin ist ein körpereigener Botenstoff, der im Gehirn dann ausgeschüttet wird, wenn wir kribbelig vor Vorfreude sind. Im Umkehrschluss führt ein Dopamin-Mangel zu Antriebsschwäche und Lustlosigkeit.

Schokoladensucht bekämpfen und überwinden

Damit eine Schokoladensucht entsteht, braucht es im Prinzip nur zwei Dinge: Schokolade und ein suchtanfälliges Gehirn. Will man also seine Schokoladensucht bekämpfen, kauft man am besten keine Schokolade mehr ein und trainiert sein Gehirn, dass Schokolade eine schleichende Gefahr ist und einem nichts Gutes tut.

Allerdings ist das auch leichter gesagt als getan, denn Schokolade ist eben doch eine sehr große Versuchung, der es sich eben nicht so leicht widerstehen lässt und vor allem dann nicht, wenn die Sucht schon seit Jahren andauert und man es eben auch gewohnt ist, Schokolade als Stimmungsaufheller zu benutzen und in Stresssituationen Süßes zu naschen. Als Erstes sollte man keine Schokolade im Haus haben, geschweige denn Vorräte bunkern, denn alleine schon das Bewusstsein, dass etwas zum Naschen im Haus ist, lässt einem Schokoladensüchtigen keine Ruhe.

Allerdings muss man auch nicht ganz auf Schokolade verzichten. Bitterschokolade ist zwar auch nicht unbedingt gesund, enthält zumindest jedoch weniger Zucker und Fett als die übrigen Sorten. Das Belohnungssystem im Gehirn wird auch dann aktiviert, wenn man nur ein, zwei Stücke Schokolade isst und sich diese wie Eis auf der Zunge zergehen lässt.

Therapie gegen Schokoladensucht

Schafft man es nicht, seinen Schokoladenkonsum drastisch zu reduzieren, könnten vielleicht kalorien- und zuckerarme Schokoladenpuddings zum selber Anrühren eine Alternative sein? Schlussendlich ist es auch so, dass viele Menschen Schokolade zum Frustabbau benutzen oder das die Schokoladensucht seelische Ursachen hat. In diesem Fall sollte man ehrlich zu sich selbst sein und über eine Therapie nachdenken.